Im Jahr 2011 waren rund 4,9 Millionen Menschen im Gesundheitsbereich beschäftigt. Das sind 11,8 % aller Erwerbstätigen. Bei einer weiter gefassten Definition (Fitness, Wellness,...) arbeiteten bereits im Jahr 2009 schon rund 5,7 Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft. Demzufolge ist jeder siebte Erwerbstätige in dieser Branche tätig.
Unter den Erwerbstätigen im Gesundheitsmarkt haben Frauen einen hohen Anteil: Über 3,6 Millionen Beschäftigte des Gesundheitssektors sind weiblichen Geschlechts.
Allein zwischen den Jahren 2006 und 2011 hat die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um 457.000 zugenommen; dies entspricht einem Anstieg von über 10 Prozent.
Ein aktuelles Forschungsprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums hat prognostiziert, dass im Jahr 2030 über 20 Prozent der Erwerbstätigen, und damit jeder/jede Fünfte, in der Gesundheitswirtschaft arbeiten könnten – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Beschäftigte nach einzelnen Branchen/Sektoren
- Ärztinnen und Ärzte: rund 342.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte (in 2011). An der vertragsärztlichen Versorgung nehmen rund 139.500 Ärztinnen und Ärzte teil (in 2011).
- Berufstätige Zahnärztinnen/Zahnärzte: 67.808 (2010), davon niedergelassen: 54.683
- Beschäftigte in Apotheken (in 2011): 148.604 (davon rund 48.700 Apothekerinnen und Apotheker)
- Pflege: 890.000 Pflegekräfte. Davon rund 30 % (269.000) bei ambulanten Pflegediensten und 70 % (621.000) in Pflegeheimen (jeweils 2009).
- in Krankenhäusern: 1.057.000 (2011)
- Pharmazeutische Industrie: 103.000 (2010)
- Medizintechnik: rund 175.000 Beschäftigte in über 11.000 Unternehmen. Weitere 29.000 Mitarbeiter sind im Einzelhandel für medizinische und orthopädische Güter tätig (2011).
Außenwirtschaft
Im Jahr 2005 exportierten die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft Güter im Wert von etwa 55 Milliarden Euro. Dabei entfielen 49 % auf Pharmaprodukte und 19 % auf Medizintechnik. Den Exporten standen Importe in Höhe von rund 47 Milliarden Euro gegenüber. Damit ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von rund acht Milliarden Euro.
Perspektiven der Gesundheitswirtschaft
Die demographische Entwicklung in Deutschland, der medizinisch-technische Fortschritt und das wachsende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung führen zu einer zusätzlichen Nachfrage an herkömmlichen professionellen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Betreuung, aber auch an Produkten und Dienstleistungen des zweiten Gesundheitsmarktes.
Innovationskraft
Nach Angaben des Europäischen Patentamtes in München führt die Medizintechnik die Liste der angemeldeten Erfindungen im Jahr 2010 mit über 10.500 Patenten an: Das sind 7 Prozent aller Patentanmeldungen.
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