Staatliche Ordnung

Bundesbehörden

Dem auf der Bundesebene zuständigen Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstehen eine Reihe von Institutionen, die sich mit übergeordneten gesundheitlichen Aufgabenstellungen befassen. Diese sind:

Robert Koch-Institut (RKI)

Das RKI ist die zentrale Einrichtung des Bundes im Bereich der Öffentlichen Gesundheit zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten. Es bewertet, analysiert und erforscht dabei Krankheiten von hoher Gefährlichkeit, weitem Verbreitungsgrad oder großer öffentlicher oder gesundheitspolitischer Bedeutung, wie zum Beispiel HIV/Aids, Krebs, Allergien und Infektionskrankheiten. Die Ständige Impfkommission, die Impfempfehlungen erarbeitet, ist am RKI angesiedelt. Außerdem ist das RKI verantwortlich für die inhaltliche Bearbeitung und Koordinierung der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Vom RKI werden auch gesetzliche und wissenschaftliche Aufgaben auf den Gebieten Gentechnik und biologische Sicherheit wahrgenommen.

Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

Das PEI ist verantwortlich für die Arzneimittelsicherheit (immun)biologischer Präparate im Human- und Veterinärbereich. Diese Aufgabe umfasst die Zulassung und regelmäßige Überprüfung (Chargenprüfung) von Impfstoffen, Sera, bestimmten In-vitro-Diagnostika mit hohem Risikopotential, Immundiagnostika und Blutprodukten sowie der damit verbundenen prüfungsbegleitenden Forschung. In einigen Aufgabengebieten des PEI wird vertieft Forschung betrieben, wie etwa im Bereich der angewandten Virologie, der Gentherapie, der DNA-Vakzine oder der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch.

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)

Das DIMDI stellt ein hochwertiges Informationsangebot für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung: Rund 70 medizinische Datenbanken liefern Informationen über Fachliteratur, toxikologische Fakten, aktuelle Meldungen und vieles mehr.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Mehr Gesundheit für die Bürgerinnen und Bürger ist das Ziel der Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Als Fachoberbehörde für Gesundheitsförderung entwickelt sie gemeinsam mit Kooperationspartnern Strategien zur gesundheitlichen Aufklärung und Prävention und setzt sie in Kampagnen und Projekten um. Zu den zentralen Aufgabenfeldern der Bundeszentrale gehört die Aids-Aufklärung. Die 1987 gestartete Kampagne "Gib Aids keine Chance" ist die bisher größte und umfassendste Kampagne der Bundeszentrale.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Zu den Hauptaufgaben des BfArM gehören die Zulassung von Arzneimitteln, die Registrierung von homöopathischen Arzneimitteln, die Risikobewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten (etwa Herzschrittmacher, Computertomographen, Implantate) sowie die Überwachung des legalen Verkehrs mit Betäubungsmitteln und Grundstoffen.

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