Minister Gröhe beim Treffen der deutschsprachigen Gesundheitsminister

3. September 2015. In Wien traf sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit seinen vier deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen aus Österreich, der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein sowie Luxemburg. 

In Wien tagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen deutschsprachiger Staaten. Das sogenannte "Gesundheitsquintett" – bestehend aus den Ministerinnen Österreichs und Luxemburgs sowie den Ministern Deutschlands, der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein – unterzeichnete am 4. September 2015 eine Schlusserklärung.

Ein Schwerpunktthema bildete die Entwicklung der Arzneimittelpreise. Zwar sei die Preisbildung von Medikamenten eine nationale Angelegenheit, doch verlange sie "in zunehmendem Maße nach gemeinsamer politischer Beobachtung, insbesondere, wenn es um die Stabilität der Solidarsysteme geht", so der Text der Erklärung. Die Ministerinnen und Minister einigten sich deshalb darauf, den Austausch über bestehende und mögliche neue Strategien der Preisbildung zu intensivieren.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Angesichts zuletzt steigender Zahlen von Masernausbrüchen, bekräftigte man das Ziel, die Masern in Europa auszurotten. In der Schlusserklärung heißt es: "Wir bekennen uns zur Bedeutung von umfangreicher Information und Überzeugungsarbeit, um die zentrale Errungenschaft der Masernimpfung noch besser zu vermitteln und die gesundheitspolitisch bedeutsame Forderung der Ausrottung von Masern in Europa zu bekräftigen."

Auch über die medizinische Versorgung von Flüchtlingen wurde beraten. Die Ministerinnen und Minister waren sich einig, den fachlichen Erfahrungsaustausch zwischen den deutschsprachigen Ländern zu verstärken.

Weil die Gesundheit der Bevölkerung von mehreren Faktoren beeinflusst wird, die in verschiedenen Politikfeldern liegen, betonten die Teilnehmenden die Bedeutung des Health-in-all-Policies-Prinzips (Gesundheit in allen Politikfeldern).

Das Gesundheitsquintett trifft sich einmal im Jahr und vertritt das gemeinsame Anliegen, die grenzübergreifende Patientensicherheit nachhaltig zu stärken. Aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Gesundheitssysteme sehen sich die beteiligten Länder hier vor vergleichbaren Herausforderungen. Teilnehmende des Treffens neben Bundesgesundheitsminister Gröhe sind in diesem Jahr Alain Berset (Schweiz), Lydia Mutsch (Luxemburg), Mauro Pedrazzini (Fürstentum Liechtenstein) sowie Gastgeberin Sabine Oberhauser. Die nächste Konferenz findet in Luxemburg statt.