Welttag der Suizidprävention

10. September 2015. Am 10. September ist der Welttag der Suizidprävention. Zahlreiche Hilfsorganisationen haben zur Aktion "600 Leben" vor dem Brandenburger Tor eingeladen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe war bei der Aktion mit dabei und hat neben weiteren Politikern den jungen Teilnehmern wieder aufgeholfen, die sich zuvor gemeinsam symbolisch auf den Boden fallen ließen.

Jedes Jahr nehmen sich rund 10.000 Menschen in Deutschland das Leben, davon sind 600 Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahre. Wir dürfen Menschen, die nicht mehr weiter wissen, nicht allein lassen. Wir müssen ihnen die Hand reichen. Die Aktion „600 Leben“ am Brandenburger Tor hat zum Welttag der Suizidprävention dafür ein starkes Zeichen gesetzt. 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Es ist wichtig, auf Menschen mit seelischen Erkrankungen zuzugehen und Hilfe anzubieten, sie nicht zu stigmatisieren. Deshalb unterstützt das Bundesgesundheitsministerium unterschiedliche Projekte zur Suizidprävention, wie das „Nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland“, das „Nationale Aktionsbündnis Seelische Gesundheit“ oder die Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen der BZgA.

Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, seine Psychotherapie-Richtlinien umfassend zu überarbeiten. Insbesondere sollen spezielle „psychotherapeutische“ Sprechstunden eingerichtet werden, die Menschen mit psychischen Problemen auch kurzfristig aufsuchen können. Dadurch sollen die Betroffenen zeitnah untersucht und die richtigen Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Auch das Präventionsgesetz, das vor kurzem in Kraft getreten ist, hat zum Ziel, psychische Belastungen und andere gesundheitliche Risiken zu vermeiden und vorzubeugen bevor es zu einer Erkrankung kommt.

Viele Menschen haben Angst vor Schmerzen am Lebensende und sehen keinen Ausweg als sich das Leben zu nehmen. Diesen Menschen müssen wir Halt geben. Sie sollen die Gewissheit haben, in jeder Hinsicht gut versorgt und begleitet zu werden. Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz, das sich aktuell im parlamentarischen Verfahren befindet, werden wir die Versorgung und Begleitung von schwerstkranken Menschen deutlich verbessern.