Neue Informationskampagne LIEBESLEBEN

4. Mai 2016. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Dr. Heidrun Thaiss, haben die neue Informationskampagne LIEBESLEBEN zur Eindämmung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen in Berlin vorgestellt.

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung e. V. Dr. Volker Leienbach, die Leiterin der BZgA Dr. Heidrun Thaiss und Moderator Ingolf Lück halten das Motiv der LIEBESLEBEN-Kampagne in die Kamera.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit dem Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung e. V. Dr. Volker Leienbach, Leiterin der BZgA Dr. Heidrun Thaiss und dem Moderator Ingolf Lück bei der Vorstellung der neuen Informationskampagne LIEBESLEBEN in Berlin.

Quelle: BZgA/Mirjana Vrbaski

Foto: Minister Hermann Gröhe im Gespräch mit Heidrun Thaiss

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch mit der Leiterin der BZgA Dr. Heidrun Thaiss.

Quelle: BMG/Schinkel

Foto: Der Infostand der BZgA auf der Veranstaltung

Der Infostand der BZgA auf der Veranstaltung zur Vorstellung der neuen Informationskampagne LIEBESLEBEN.

Quelle: BMG/Schinkel

'Gib AIDS keine Chance' hat bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Dank unserer Präventionsarbeit und der hochwertigen Behandlung in unserem Land haben wir im Kampf gegen HIV gute Fortschritte erzielt. Die Zahlen zeigen aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken. Dadurch können Gemeinsamkeiten in der Prävention, der Diagnostik und der Therapie besser genutzt werden. Die neuen Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzen genau hier an.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

"Gib AIDS keine Chance" leistete vor fast 30 Jahren als erste nationale Präventionskampagne zu HIV und AIDS Pionierarbeit. Die damalige Bundesministerin für Gesundheit, Prof. Dr. Rita Süssmuth, erinnert sich:

Als ich 1985 Gesundheitsministerin wurde, wusste man noch sehr wenig über AIDS. 1987 erhielt die BZgA den Auftrag, eine nationale Kampagne zur AIDS-Prävention zu entwickeln. 'Gib AIDS keine Chance' war sehr erfolgreich, baute Wissen auf und Ängste ab und trug entscheidend zu einem gesellschaftlichen Klima der Solidarität bei. Heute ist der Wissensstand zu HIV und AIDS glücklicherweise sehr hoch. Andere sexuell übertragbare Krankheiten sind jedoch weniger bekannt. Ich begrüße die zeitgemäße Weiterentwicklung von "Gib AIDS keine Chance" zu LIEBESLEBEN und bin überzeugt, dass die neue Kampagne die Menschen erreichen wird.

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundesgesundheitsministeriun a. D.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bündelt die Präventionsmaßnahmen und Informationen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen unter dem neuen Namen LIEBESLEBEN. Die neue Kampagne ist Teil der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die das Bundeskabinett am 6. April 2016 verabschiedet hat. Sie richtet sich an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen, an Selbsthilfe-Organisationen, Wissenschaft sowie Bund, Länder und Kommunen insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeit und Justiz. Die Strategie beschreibt eine Vielzahl von Maßnahmen, um Gemeinsamkeiten von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in der Aufklärung und Information, Prävention, Diagnostik und Behandlung stärker als bisher zu nutzen und die Angebote weiter auszubauen. Teil der Strategie ist es auch, aktuelle Daten als Grundlage für die Planung und Umsetzung neuer Maßnahmen zu erheben.

Die aktuelle Cartoon-Kampagne setzt die kommunikativen Grundsätze von LIEBESLEBEN  plakativ in Szene. Sie präsentiert die Botschaften "Benutz' Kondome" und "Wenn was nicht stimmt, ab zum Arzt"  eingängig. Die neuen Motive werden ab Mitte Mai an über 65.000 Plakatflächen bundesweit zu sehen sein. Unterstützt wird die HIV- und STI-Prävention der BZgA zudem vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).