Gemeinsame Pressemitteilung

HIV/AIDS: Handlungsbedarf bleibt bestehen
Kampagne zum Welt-Aids-Tag will Ängste abbauen und Schutzverhalten fördern

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Die hochwertige medizinische Versorgung in Deutschland hat dazu geführt, dass immer weniger Menschen an den Folgen von AIDS sterben. Insgesamt leben in Deutschland ca. 73.000 Menschen mit HIV und AIDS, darunter 59.000 Männer und 14.000 Frauen. Gleichzeitig bleiben der Schutz vor HIV/AIDS und der Abbau von Diskriminierung HIV-positiver Menschen auch zukünftig die wichtigsten Mittel erfolgreicher Prävention. Darauf machen das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) und die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember aufmerksam.

„Deutschland hat eine der niedrigsten Neuinfektionsraten Europas“, so Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. „Diese Entwicklung zeigt: Prävention wirkt. Wir sind erfolgreich, weil Staat und Bürger seit langem Hand in Hand zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass wir die Menschen weiterhin gut über die Infektion, Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten informieren. Denn wer gut informiert ist, kann Risiken realistisch einschätzen und neigt nicht dazu, andere wegen irrationaler Ängste zu diskriminieren“, erklärte Bundesgesundheitsminister Bahr. „HIV und AIDS können weltweit nur erfolgreich besiegt werden, wenn wir zusammenarbeiten, wenn die Menschenrechte beachtet werden und betroffene Menschen nicht ausgegrenzt werden. Hierfür tragen wir alle eine gemeinsame Verantwortung.“

„Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist rückläufig. Auf diesem Erfolg unserer Präventionsarbeit dürfen wir uns aber nicht ausruhen“, sagte Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Da viele Menschen HIV/AIDS nicht mehr als eine der gefährlichsten Krankheiten wahrnehmen, müssen wir die Bevölkerung immer wieder zum Schutzverhalten motivieren. Denn HIV/AIDS bedeutet auch heute noch bestenfalls lebenslange Medikamenteneinnahme mit erheblichen Nebenwirkungen. Therapie ersetzt keine Prävention. Gleichzeitig ist es unverzichtbar, Diskriminierung abzubauen. Denn denjenigen, die sich ausgegrenzt fühlen, fällt es sehr viel schwerer, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Nur wer sich selbst schätzt, schützt auch sich und andere.“

Um irrationale Ängste und Vorurteile gegenüber HIV-Infizierten abzubauen und HIV/AIDS in unserer Gesellschaft weiterhin zu thematisieren, haben BMG, BZgA, DAH und DAS die bundesweite Kampagne zum Welt-Aids-Tag ins Leben gerufen. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“. HIV-positive Menschen sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen mit der HIV-Infektion, geben so der Erkrankung ein Gesicht und regen zur Diskussion über HIV/AIDS an.

Insgesamt hat die Kampagne bereits mehr als 400.000 Menschen dazu motiviert, sich auf den Fanseiten der Kampagne in den sozialen Netzwerken und auf dem Kampagnenportal www.welt-aids-tag.de zu registrieren. Auch in diesem Jahr lädt das Portal zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember und darüber hinaus zu aktiver Beteiligung und zu Diskussionen ein. Die Besucherinnen und Besucher der Internetseite können dort ihre Meinung sagen, Kommentare schreiben, Fragen stellen oder eigene Statements und Erfahrungen mit HIV und AIDS in Form selbstgedrehter Videos veröffentlichen.

Der Welt-Aids-Tag wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen und wird seit 1988 weltweit jedes Jahr am 1. Dezember begangen. Die Kampagne „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“ wird vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und dem Fachverband Außenwerbung (FAW) unterstützt.

Weitere Informationen unter www.welt-aids-tag.de

Portraits der HIV-positiven Botschafterinnen und Botschafter stehen unter http://www.welt-aids-tag.de/presse/pressefotos.php

Die Kampagnenmotive stehen unter http://www.bzga.de/presse/pressemotive/welt-aids-tag/ zum Download zur Verfügung.

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