Ressortforschung

Bundeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben im Geschäftsbereich des BMG

Wegen seines breiten Aufgabenspektrums gehören fünf nachgeordnete Behörden zum Geschäftsbereich des BMG. Vier dieser Einrichtungen nehmen Forschungsaufgaben in unterschiedlichem Umfang wahr. Sie werden daher auch als "Bundeseinrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben (FuE-Aufgaben)" bezeichnet. Ihre Forschungsaufgaben sind darauf gerichtet, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Durchführung von Fachaufgaben und die Politikberatung zu gewinnen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Bereitstellung von sehr kurzfristig abrufbarer wissenschaftlicher Expertise für das Regierungshandeln bei gleichzeitiger Bearbeitung langfristig angelegter wissenschaftlicher Fragestellungen auf hohem, international vergleichbarem Niveau. Diese Einrichtungen tragen damit auch zum allgemeinen Erkenntnisgewinn bei. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) forscht als integraler Bestandteil seiner gesetzlichen Aufgaben national und international vernetzt zu Fragen der Sicherheit in Verkehr befindlicher Arzneimittel und Medizinprodukte. Forschungsschwerpunkte auf der Grundlage des Forschungsprogramms sind Pharmakogenomik und individualisierte Pharmakotherapie, Pharmakoepidemiologie sowie Medizinproduktesicherheit. Die Forschung unterstützt und ergänzt regulatorische Entscheidungen des BfArM bei der Risikoerfassung und -bewertung sowie der Genehmigung klinischer Prüfungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten, der Zulassung und Registrierung von Arzneimitteln sowie der Überwachung des Verkehrs mit Betäubungsmitteln.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA nimmt Aufgaben des Bundes in der Gesundheitsförderung und Prävention wahr. Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit sind Untersuchungen zu den Wirksamkeitsvoraussetzungen von Maßnahmen und Kampagnen sowie Studien zur Überprüfung ihrer Effektivität und Effizienz. Die Entwicklung und Erprobung von Verfahren der Qualitätssicherung und von Instrumenten des Qualitätsmanagements in Kooperation mit Wissenschaftlern und Praktikern sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Diskurses in Themenfeldern der Gesundheitsförderung und Prävention sind weitere zentrale Handlungsfelder.

Paul-Ehrlich-Institut - Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (PEI)

Zu den Kernaufgaben des PEI gehören die Bewertung und Zulassung von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln (AM) sowie Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Prüfungsverfahren. Durch diese in Europa einzigartige Kombination von Prüfung und Forschung in der Arzneimittelregulation fördert das PEI die Qualität, Verträglichkeit und Wirksamkeit von AM im Interesse der Gesundheit von Mensch und Tier. Es nimmt dabei international eine führende Rolle ein und unterstützt durch Beratung von Politik, Wissenschaft, Öffentlichkeit und Industrie die Entwicklung und Verfügbarkeit von sicheren AM. In diesem Sinne strebt das Institut einen weiteren Ausbau und eine noch stärkere internationale Vernetzung von Forschung, experimenteller AM-Prüfung und regulatorischen Tätigkeiten an.

Robert Koch-Institut (RKI)

Zu den Kernaufgaben des RKI zählen die Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die Überwachung der gesundheitlichen Lage und das Erkennen gesundheitlicher Gefahren und Risiken in der Bevölkerung. In diesem Zusammenhang führt das Institut auf höchstem Niveau biomedizinische Forschung durch. Hierfür stehen umfangreiche und moderne Laborflächen zur Verfügung. Zudem erstellt das RKI wissenschaftliche Untersuchungen und medizinische und epidemiologische Analysen zu für die öffentliche Gesundheit bedeutenden übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten und berät Bundesministerien, den öffentlichen Gesundheitsdienst und die Fachöffentlichkeit auf dieser Grundlage.

 

 

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