Transfer und Evaluation des SKOLL – Selbstkontrolltraining in Deutschland

Projektnehmer: Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V.
Berichtsjahr: 2012

Ziel des Projektes SKOLL – Selbstkontrolltraining – ist es, Jugendliche und Erwachsene mit einem riskanten Konsum oder Verhaltensweisen – sei es mit Blick auf Alkohol, Cannabis oder Medien – zu einem verantwortungsbewussten Umgang zu motivieren. Die Teilnehmenden sollen in einem zehnwöchigen Training befähigt werden, ihren Konsum wenigstens zu stabilisieren, möglichst aber zu reduzieren und im Idealfall ganz aufzugeben. Der Bericht der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes belegt klar, dass SKOLL ein wirksames Gruppenprogramm zur Prävention und Frühintervention bei riskantem Konsum und Problemverhalten ist. So zeigt das Gesundheitsverhalten der Teilnehmenden nach erfolgtem Training eine signifikante Verbesserung zur Ausgangssituation. Diese Wirksamkeit gilt für alle Teilnehmenden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung, Risikoverhalten, Eingangsbelastung, Motivation und Zusatzversorgung. Die auf Alkohol und Rauchen konzentrierte Sonderform "SKOLL-Spezial" wurde von den Krankenkassen als suchtpräventives Programm zertifiziert. 

SKOLL erweist sich zudem für sehr unterschiedliche Umsetzungsbedingungen als geeignet. Diskutiert wird unter anderem, SKOLL verstärkt für Arbeitsuchende mit Suchtproblemen einzusetzen, um mit SKOLL ein Angebot im Rahmen der Kooperation von gesetzlichen Krankenkassen und Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung zu stellen. Die gesetzlichen Krankenkassen kooperieren seit Dezember 2016 mit fast 60 Jobcentern und Arbeitsagenturen in allen 16 Bundesländern, um die Arbeits- und Gesundheitsförderung systematisch zu verzahnen.

Weitere grundlegende und aktuelle Informationen zu SKOLL finden Sie unter www.skoll.de.

 

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