Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler hat sich am Montag mit Vertretern pflegender Angehöriger getroffen. Gemeinsam diskutierten sie Maßnahmen, wie Angehörige zeitlich, organisatorisch, seelischen und finanziell entlastet werden können.
Nachgedacht wurde über Rehabilitationsmaßnahmen nach dem Vorbild von Mutter-Vater-Kind-Kuren, bei denen für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige ein Ausgleich für die physischen und psychischen Belastungen geschaffen wird.
Um den Austausch von Pflegenden untereinander zu verbessern ist im Gespräch, die Selbsthilfegruppen stärker zu fördern.
Auch sucht man im Ministerium nach besseren und bezahlbaren Lösungen, wie die Pflegezeit bei der späteren Rente angerechnet werden kann.
Geplant ist, die Ergebnisse des Dialogs in Form von Eckpunkten in einen Gesetzesentwurf zur Pfelegereform einfließen zu lassen, der dann gemeinsam in der Koalition bis Mitte des Jahres erarbeitet werden wird.
Bis es soweit ist, sind noch weitere Pflegedialoge vorgesehen: Als Themen stehen u.a. Demenz und der Pflegebedürftigkeitsbegriff auf der Agenda.
Zur Zeit werden in Deutschland zwei Drittel aller Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld gepflegt. Ziel des Pflegedialogs ist es deshalb auch, die öffentliche Wahrnehmung für die Arbeit der pflegenden Angehörigen zu erhöhen. Der Minister dankte ausdrücklich allen pflegenden Angehörigen für ihre tägliche Arbeit.
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