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Infektionskrankheiten

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Infektionskrankheiten werden hauptsächlich durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten verursacht. Eine menschliche Ansteckung kann über direkten Kontakt (z.B. durch Anhusten) oder indirekten Kontakt (z.B. über Genuss von infiziertem Fleisch) erfolgen. Die Dauer und Schwere einer Infektionskrankheit hängt von der Art der Infektion, den Eigenschaften des Krankheitserregers sowie von der körperlichen Verfassung und der Immunantwort der betreffenden Person ab. Auch, ob eine Infektion überhaupt beim Menschen zur Krankheit führt, ist von bestimmten Eigenschaften des Erregers abhängig, unter anderem der Fähigkeit, verschiedene Arten, also Mensch und Tier, zu infizieren. Manche Erreger, wie z.B. das Influenza A-Virus H5N1, das Aviäre Influenza ("Vogelgrippe") auslöst, sind nur ausnahmsweise und bei starker Erregerexposition vom Tier auf den Menschen übertragbar.

Weltweit sind Infektionskrankheiten nach wie vor die häufigste Todesursache, dabei entfallen die meisten Todesfälle auf AIDS, Tuberkulose und Malaria. Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland 2008 ca. 500.000 Personen stationär wegen Infektionskrankheiten behandelt worden und über 14.000 Personen sind an den Folgen einer Infektion gestorben.

Weltweit verbreitet sind Influenzaviren, die in gemäßigten Zonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre regelmäßig in den jeweiligen Wintern Grippewellen verursachen. Trotz der ausgeprägten Saisonalität können in den entsprechenden Ländern Influenza-Erkrankungen auch außerhalb der Grippewellen auftreten und mitunter sogar zu lokalisierten Ausbrüchen führen.

Wenn wie im April 2009 in Nordamerika ein neuartiges Influenzavirus auftaucht, das in der Lage ist, schwere Erkrankungen hervorzurufen und sich gut von Mensch zu Mensch zu verbreiten, kann dies zu einer Influenza-Pandemie führen. In kurzer Zeit hatte sich das Influenza A H1N1-Virus auch in anderen Erdteilen ausgebreitet, so dass die WHO am 11.06.2009 die Pandemie ausrief.

Auch wenn die Pandemie am 10. August 2010 für beendet erklärt worden ist, wird das Virus auch weiterhin zirkulieren und Infektionen hervorrufen.

Die Behandlung von Infektionskrankheiten wird durch den Anstieg an Erregern, die gegen Arzneimittel resistent sind (Antibiotika, Virostatika) zunehmend erschwert. Hauptursachen der zunehmenden Resistenzentwicklung sind insbesondere der unsachgerechte Einsatz von Antibiotika und die inkonsequente Anwendung von notwendigen Hygienemaßnahmen zur Prävention von Infektionen.

Hygienemaßnahmen und Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten. Ziel der Impfung ist einerseits, die geimpfte Person vor einer Infektion zu schützen. Bei Erreichen hoher Durchimpfungsraten in der Bevölkerung ist es darüber hinaus auch möglich, einzelne Krankheitserreger regional zu eliminieren und schließlich weltweit auszurotten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -verhütung (Prävention) und stellt auf seinen Internetseiten eine Fülle von Informationen zu Infektionskrankheiten zur Verfügung.

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