Kindergesundheit

Prävention von Kinderunfällen

Klicken Sie hier um den Artikel anzuhören

Unfälle sind nach wie vor das Gesundheitsrisiko Nr. 1 für Kinder. Nach Schätzungen verunglücken in Deutschland jedes Jahr ca. 1,6 Millionen Kinder und Jugendliche. Dabei handelt es sich nicht in erster Linie um Verkehrsunfälle. Wesentlich mehr Unfälle passieren in der Schule oder im Kindergarten - mehr als ein Viertel zu Hause und in der Freizeit. Unfälle sind nach dem ersten Lebensjahr die häufigste Todesursache bei Kindern. Die Verhütung von Kinderunfällen ist daher ein wichtiges Anliegen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit.

Ein wichtiger Partner bei der Prävention von Kinderunfällen ist die Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" (BAG), die seit 2005 durch das BMG finanziell gefördert wird. Die BAG verknüpft als Koordinierungsplattform die verschiedenen Aspekte der Unfallverhütung, bindet die unterschiedlichen Akteure ein und ist so die Interessenvertretung der Kinder. Als Nicht-Regierungsorganisation entwickelt sie Maßnahmen zur Kindersicherheit und setzt sie mit Unterstützung von Kooperationspartnern in Bund, Ländern und der Wirtschaft um.

2007 hat die BAG "Mehr Sicherheit für Kinder" die "Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention in Deutschland" vorgelegt. Als vorrangiges Ziel wird die systematische und kontinuierliche Reduzierung der Kinderunfälle in der Bundesrepublik Deutschland angestrebt. Es sollen der gesellschaftliche Stellenwert der Prävention von Kinderunfällen erhöht und der weitere Ausbau einer ressortübergreifenden, vernetzten und intensivierten Präventionsarbeit in Deutschland angestoßen werden.

Ebenfalls 2007 wurden unter deutscher Ratspräsidentschaft vom EU-Gesundheitsministerrat die "Empfehlungen zur Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Sicherheit", die auch den Bereich Kindersicherheit umfassen, konsentiert.

Am 25. November 2009 hat die BAG bei der vom BMG finanziell geförderten Fachtagung "Kinderunfallprävention – Ziele, Strategien und Umsetzung" Bilanz über den Stand der Umsetzung der deutschen Empfehlungen gezogen. So ergab eine Umfrage bei über 200 Organisationen, dass die Empfehlungen bei fast der Hälfte in die Arbeitsplanung eingegangen sind. Bei mehr als einem Drittel der befragten Organisationen haben die Empfehlungen konkrete Maßnahmen beeinflusst.

Die Veranstaltung diente auch dazu, weitere Partner für die Kinderunfallprävention zu gewinnen. Sie war darüber hinaus ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit im Bereich Kinderunfallprävention. Die Dokumentation der Fachtagung ist unter www.kindersicherheit.de veröffentlicht.

Jedes Jahr am 10. Juni führt die BAG Mehr Sicherheit für Kinder den Kindersicherheitstag durch. Mit ihm soll das Thema Verhütung von Kinderunfällen in der öffentlichen Wahrnehmung gestärkt und im Bewusstsein von Eltern und Kindern verankert werden. Aktuelle Informationen dazu finden Sie unter http://www.kindersicherheit.de/html/kisi.html

Herr Minister Bahr ist Schirmherr der Kampagne „Laufen.Springen.Klettern. Sicher geht das!“, die zum Ziel hat, schwere bis mittelschwere Sturzunfälle zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der BAG Mehr Sicherheit für Kinder unter http://www.kindersicherheit.de/html/laufen-springen-klettern.html

Diese Aktivitäten werden ergänzt durch die Fachdatenbank "Prävention von Kinderunfällen in Deutschland" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (www.bzga.de/kindersicherheit). Diese Datenbank gibt einen Überblick, welche Institutionen in Deutschland in der Kinderunfallprävention aktiv sind und ist damit eine wichtige Informations- und Vernetzungsplattform. Darüber hinaus hat die BZgA einen Elternratgeber zur Unfallverhütung im Kindesalter veröffentlicht mit dem Titel "Kinder schützen – Unfälle verhüten".

Im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys hat das Robert Koch-Institut (RKI) Zahlen zu Kinderunfällen erfasst.

Im Rahmen der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2010“ (GEDA 2010) hat das RKI auch Daten zu Unfällen im Erwachsenenalter erhoben und veröffentlicht.

Darüber hinaus publiziert das Statistische Bundesamt jährlich die Ergebnisse der amtlichen Statistik zum Verletzungsgeschehen bei Kindern und Jugendlichen. Die Übersicht "Unfälle, Gewalt, Selbstverletzungen bei Kindern und Jugendlichen" ist unter diesem Link abrufbar.

Weitere Informationen zum Thema

Gemeinsame Pressemitteilung - 09. Juni 2011

Kinder vor schweren Stürzen schützen

Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. startet Aufklärungskampagne …

Mehr erfahren
Prävention - 03. Mai 2013

Kindergesundheit

Die Gesundheitssituation und Gesundheitsversorgung von Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist insgesamt gut bis sehr gut. Dies haben …

Mehr erfahren
Gemeinsamer Terminhinweis - 11. September 2012

Pressegespräch mit Minister Bahr zum Weltkindertag 2012 …

Liebe Kolleginnen und Kollegen, aus Anlass des Weltkindertages veranstalten die …

Mehr erfahren
Pressemitteilung - 20. September 2012

Balanceakt am Weltkindertag - „Laufen, Springen, Klettern – …

Berlin, 20. September 2012 Unter dem Motto Laufen, Springen, Klettern - Sicher geht das! …

Mehr erfahren

Service

Publikationen

Gesetze und Verordnungen

Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten.

Weitere Informationen Alle Gesetze im Überblick

Themen von A-Z

Das Glossar erklärt wichtige Begriffe zur Gesundheitspolitik

Zur Themenübersicht

Kontakt und Service

Hier finden Sie die verschiedenen Serviceangebote des BMG

Alle Services im Überblick

Übersicht wichtiger Links

Fußleiste

© 2013 Bundesministerium für Gesundheit
Zum Seitenanfang