Der Nationale AIDS-Beirat wurde im Frühjahr 1987 auf Grundlage der Koalitionsvereinbarung der 11. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages geschaffen. Als Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit begleitet er seitdem die Politik der Bundesregierung zur Bekämpfung von HIV und AIDS. Mit seinen Stellungnahmen insbesondere zu neuen oder kontrovers diskutierten Fragestellungen gibt er eine wichtige Unterstützung bei der Gestaltung und Umsetzung einer fachlich fundierten und wirksamen Strategie.
Der Nationale AIDS-Beirat zeichnet sich nicht nur durch seine hohe fachliche Kompetenz in Fragen zu HIV und AIDS aus. Er ist interdisziplinär mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung, medizinische Versorgung, öffentlicher Gesundheitsdienst, Ethik, Recht, Sozialwissenschaften, sowie Personen aus der Zivilgesellschaft zusammengesetzt. Seine Expertise ist gerade im Hinblick auf die Rechte und Bedürfnisse von Menschen, die besonders gefährdet sind oder bereits mit HIV und AIDS leben, gefragt. Mit seiner Arbeit hat der Nationale AIDS-Beirat zum gesellschaftlichen und fachlichen Konsens über die Strategie und Umsetzung der deutschen HIV/AIDS-Bekämpfung beigetragen.
Der Nationale AIDS-Beirat wurde durch den ehemaligen Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler neu berufen und nahm im Februar 2011 seine Arbeit auf. Er setzt sich aus 17 Mitgliedern zusammen. Das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind ständige Gäste beim AIDS-Beirat. Desweiteren nehmen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an den Sitzungen teil.
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