Wie ist die Struktur des Nationalen Krebsplans?
Der Nationale Krebsplan ist ein Koordinierungs- und Kooperationsprogramm. Hierdurch wird der föderalen Vielfalt des deutschen Gesundheitssystems und seiner starken Selbstverwaltung Rechnung getragen.
Der Nationale Krebsplan wurde am 16. Juni 2008 vom Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert. Er wird vom Bundesministerium für Gesundheit koordiniert und durch den Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt organisatorisch und fachlich unterstützt. Um die für die onkologische Versorgung verantwortlichen Akteure und Institutionen einzubinden, wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, Umsetzungsempfehlungen zu konsentieren und zu verabschieden. Ihr gehören folgende Organisationen und Institutionen an:
- Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) (http://www.gmkonline.de/), z. Zt. vertreten durch:
- Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (http://www.mugv.brandenburg.de/sixcms/list.php/mugv_portal) und
- Niedersächsisches Sozialministerium (http://www.ms.niedersachsen.de)
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (http://www.tumorzentren.de)
- Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten (http://www.patientenbeauftragter.de)
- Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V. (http://www.bnho.de)
- Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) (http://www.bag-selbsthilfe.de)
- Bundesärztekammer (http://www.bundesaerztekammer.de)
- Bundesministerium für Bildung und Forschung (http://www.bmbf.de)
- Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (http://www.dkgev.de)
- Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (http://www.krebsgesellschaft.de/)
- Deutsche Krebshilfe e.V. (http://www.krebshilfe.de)
- Deutsches Krebsforschungszentrum (www.dkfz.de/)
- Deutscher Hausärzteverband e.V. (http://www.hausaerzteverband.de)
- Deutscher Pflegerat e.V. (http://www.deutscher-pflegerat.de)
- Deutsche Rentenversicherung Bund (http://www.deutsche-rentenversicherung.de)
- Gemeinsamer Bundesausschuss ((http://www.g-ba.de/)
- GKV-Spitzenverband (https://www.gkv-spitzenverband.de)
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (http://www.kbv.de/)
- Verband der privaten Krankenversicherung.(http://www.pkv.de/)
Die im Juli 2008 konstituierte Steuerungsgruppe hat im Herbst des gleichen Jahres drei hochrangig besetzte Experten-Arbeitsgruppen für die Handlungsfelder 1, 2 und 4 eingerichtet. Insgesamt wirken weit über 100 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Einrichtungen und Organisationen in den Arbeitsgruppen des Nationalen Krebsplans mit. Zu Handlungsfeld 3 wurde ein wissenschaftliches Fachgutachten in Auftrag gegeben und inzwischen veröffentlicht.
Organisation: Wie ist die Arbeitsweise des Nationalen Krebsplans?
Für die zielgerichtete Bearbeitung der Handlungsfelder 1 (Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung), 2 (Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung) und 4 (Stärkung der Patientenorientierung / Patienteninformation) wurden von den Experten-Arbeitsgruppen 13 übergreifende Ziele und rund 40 entsprechende Teilziele formuliert, die in verschiedenen Unterarbeitsgruppen intensiv bearbeitet wurden und werden.
Um ein einheitliches und klar strukturiertes Vorgehen in den Arbeitsgruppen sicherzustellen, wurde folgendes Schema für die Bearbeitung der Ziele zugrunde gelegt:
- Konkretisierung und Präzisierung des Ziels bzw. der Teilziele
- Prüfung der Zielerreichung (Soll-Ist-Analyse): Wo stehen wir derzeit hinsichtlich der Zielerreichung? Was sind die Gründe bzw. Barrieren für eine unzureichende Zielerreichung?
- Entwicklung von Maßnahmen: Welche Maßnahmen kommen für eine Verbesserung der Zielerreichung in Betracht? Wie sind diese Maßnahmen zu bewerten?
- Priorisierung / Empfehlung der Maßnahmen: Welche Maßnahmen sollten empfohlen und vorrangig umgesetzt werden?
- Verabschiedung einer möglichst konkreten Umsetzungsempfehlung (Akteure / Zuständigkeiten, Ressourcen, Zeitplan)
- Benennung von Forschungsbedarf
Darüber hinaus wurden im Laufe der Diskussionen über die Ziele weitere Themen als relevant identifiziert. So wurden im Handlungsfeld 1 die "Risiko-adaptierte Krebsfrüherkennung" und im Handlungsfeld 2 die "Datensparsame einheitliche Tumordokumentation" als Querschnittsthemen ohne eigene Zielformulierung aufgegriffen und bearbeitet.
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