Interviews 2016

Antworten auf die Fragen der BILD vom 26. Januar 2016

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch mit der BILD zum Start der Terminservicestellen.

BILD: Die Terminservicestellen sind mehr schlecht als recht gestartet. Viele sind kaum zu erreichen. Überall gibt es unterschiedliche Regeln. Manche definieren die Auflagen so, dass Patienten keine Termine bekommen. Warum bleibt es beim Termin-Chaos, Herr Gröhe?

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: Moment mal, die Servicestellen sind erst gestern [Montag] gestartet. Es ist schon überraschend, dass einige Hellseher bereits vor dem Start wissen wollen, es würde nicht funktionieren. Jetzt geht es darum, die Umsetzung der Servicestellen eng zu begleiten, damit von Anfang an im Sinne der Patienten gearbeitet wird.

Wie sollte die Terminvergabe denn eigentlich funktionieren?

Wer eine Überweisung zu einem Facharzt hat, kann damit bei seiner Terminservicestelle anrufen. Die muss dann innerhalb einer Woche einen Termin in den nächsten vier Wochen vermitteln. Beim Augen- oder Frauenarzt ist keine Überweisung notwendig.

Wie wollen Sie das sicherstellen?

Damit Patientinnen und Patienten ihre Terminservicestelle schnell finden, gibt es auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums eine Karte mit allen Telefonnummern und der Erreichbarkeiten. Das erleichtert den Zugang.

Warum gibt es keine einheitliche Regelung für ganz Deutschland? Eine Telefonnummer, dieselben Serviceleistungen und -zeiten?

Es geht um Leistungen vor Ort, also muss auch die Organisation vor Ort stattfinden. Klar ist, dass alle nach denselben Standards arbeiten müssen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Bundesländer ihre Aufsichtsfunktion entschieden wahrnehmen und dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorgaben im Sinne der Patienten genau eingehalten werden.

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