Interviews 2016

Antworten auf die Fragen der Leipziger Vokszeitung vom 19. Januar 2016

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung zu den schweren Vorfällen bei den Medikamententests in Frankreich.

Leipziger Volkszeitung: Wie werden solche Tests genehmigt und überwacht?

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: In Deutschland werden klinische Prüfungen durch eine Ethikkommission in den Bundesländern und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte oder das Paul-Ehrlich-Institut geprüft und genehmigt. Die Bundesländer haben die Aufgabe die Durchführung der Prüfungen zu überwachen. Auch über den Abschluss und die Ergebnisberichte wird die jeweilige Bundesbehörde informiert.

Gab es einen solchen Fall bei uns schon einmal?

In Deutschland gab es einen vergleichbaren Fall mit einem arzneimittelbezogenen Todesfall eines gesunden Probanden bisher nicht.

Kann so etwas bei uns passieren?

Die Untersuchungen in Frankreich laufen noch. Es muss z.B. geklärt werden, ob hier menschliche Fehleinschätzung oder technisches Versagen vorlag. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte steht dazu in engem Austausch mit den französischen Behörden. Sobald die Informationen aus Frankreich vorliegen, kann das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine entsprechende Bewertung vornehmen. Für eine seriöse Einschätzung ist es jetzt noch zu früh.

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