2014-03

Gesundheitsversorgung durch Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien weiter verbessern - Umsetzung der „Planungsstudie Interoperabilität“

Berlin, 28. Juli 2014

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat sich mit den Organisationen der Selbstverwaltung auf Maßnahmen verständigt, die den Austausch von Informationen zwischen den heute rund 200 unterschiedlichen Informationstechnologie-Systemen in der ambulanten und stationären Versorgung sicherstellen sollen. Grundlage dieser Verständigung war die „Planungsstudie Interoperabilität“, ein Projekt der vom BMG Mitte 2010 im Zusammenhang mit dem IT-Gipfel-Prozess der Bundeskanzlerin gegründeten eHealth-Initiative. Die Initiative wird von allen Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung und den für den IT-Einsatz im Gesundheitswesen maßgeblichen Unternehmensverbänden getragen.

Hierzu erklärt Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe: "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern – auch mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Von modernen Technologien können Patienten enorm profitieren. Durch das Telemonitoring können etwa ältere Menschen länger zu Hause im vertrauten Umfeld leben, während der behandelnde Arzt die Gesundheitswerte im Blick hat. Das setzt voraus, dass die IT-Systeme in einer verständlichen Form Informationen miteinander austauschen. Ich freue mich, dass wir mit den Organisationen der Selbstverwaltung hierzu eine Lösung gefunden haben. Die Ergebnisse der Planungsstudie werden in die Arbeiten für das eHealth-Gesetz einfließen."

Ziel der "Planungsstudie Interoperabilität" war es, Umsetzungshemmnisse bei der Verbreitung von eHealth-Anwendungen zu identifizieren und durch gezielte Maßnahmen die Entwicklung und Verbreitung dieser Anwendungen zu forcieren. Die Beteiligten der eHealth-Initiative hatten die konzeptionellen Grundlagen für die Ergebnisse der Planungsstudie gelegt. In der Studie wurde vorgeschlagen, die gematik - also die von den Organisationen der Selbstverwaltung für den Aufbau und Betrieb der Telematik-Infrastruktur gegründete Gesellschaft - mit der Wahrnehmung der erforderlichen Aufgaben zu betrauen.

Zu den Ergebnissen der Planungsstudie erklären als Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gematik Frau Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, und Herr Dr. Günther E. Buchholz, stellvertretender Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV): „Wir begrüßen, dass wir diese Aufgabe in der gematik verankern können, und werden die dafür notwendigen Arbeitsstrukturen in der gematik so schlank wie möglich halten. Die Herstellung von Interoperabilität, also die Kommunikationsfähigkeit von verschiedenen Softwareprogrammen untereinander, ist dabei ein wichtiger Schritt. Sie ermöglicht es, die Chancen und Potenziale der Telematik-Infrastruktur zur weiteren Verbesserung der Versorgung zu erschließen. Wir werden den jetzt anstehenden Prozess der Konkretisierung der einzelnen Maßnahmen und ihre Umsetzung deshalb engagiert unterstützen.“ Dr. Buchholz erklärt weiter: "Zusätzlich zur Bewältigung der Herausforderungen bei der Interoperabilität muss die Übertragbarkeit von Daten von einem Abrechnungsprogramm in ein anderes sichergestellt werden. Hier sind die jeweiligen Sektoren in der Verantwortung die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen."

 

 

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