Gröhe: "Gefährliche Krankheiten gemeinsam bekämpfen"

15. Ministertagung der Global Health Security Initiative in Tokio

Berlin,  11. Dezember 2014

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat an der 15. Ministertagung der Global Health Security Initiative (GHSI) in Tokio teilgenommen (10./11.Dezember 2014). Im Mittelpunkt der Beratungen der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister standen die nationalen und internationalen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch in Westafrika.

Bundesgesundheitsminister Gröhe erklärte in Tokio: "Die internationale Hilfe für Westafrika im Kampf gegen Ebola darf jetzt nicht nachlassen. Nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln der Staatengemeinschaft können gefährliche Krankheiten auch langfristig bekämpft werden. Die Ebola-Epidemie in Westafrika zeigt einmal mehr, wie wichtig gut funktionierende Gesundheitssysteme für die Eindämmung derartiger Krankheitsausbrüche sind. Es muss deshalb auch darum gehen, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Staaten so zu stärken, dass sie für die Zukunft gut gerüstet sind."

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erläuterte die deutschen Hilfsmaßnahmen. Die Bundesregierung hat bisher über 160 Millionen Euro für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika bereitgestellt. Neben dem Aufbau einer Luftbrücke zum Transport von wichtigen Hilfsgütern und Personal war zudem die jüngste Entwicklung des Spezialflugzeugs "Robert Koch" Thema der Gespräche. Das Evakuierungsflugzeug wurde in Zusammenarbeit mit Infektionsschutzexperten des Robert Koch-Instituts entwickelt und bietet einen weltweit einmaligen Standard für den Transport von erkrankten Helfern. Im Blickfeld stand zudem die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, an denen sich Deutschland im Rahmen von klinischen Studien beteiligt.

Die Ministerinnen und Minister waren sich darin einig, dass die internationalen Hilfsmaßnahmen fortgesetzt werden müssen und unterstützen die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer führenden Rolle bei der Bekämpfung des Ausbruchs. Die Global Health Security Initiative will sich künftig verstärkt mit dem Wiederaufbau und der Stärkung von Gesundheitssystemen und den Herausforderungen an die Gesundheitsversorgung befassen.

Die GSHI besteht seit  2001. Ihr gehören Ministerinnen und Minister der G-7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, und USA sowie Mexikos, Vertreter der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an.

Im Rahmen der ersten Ministertagung am 7.11.2001 in Ottawa wurden der Auftrag und die Ziele im Sinne eines partnerschaftlichen Zusammenwirkens gleichgesinnter Staaten formuliert. Ausgangspunkt war die Feststellung, dass konzertiertes internationales Handeln notwendig ist, damit die Gesundheitsbehörden besser auf die Gefahren des internationalen Terrorismus mit biologischen, chemischen oder radio-nuklearen (CBRN) Mitteln vorbereitet sind und im Ereignisfall reagieren können.