Bundesminister Gröhe: "Globale Gesundheitspolitik aktiv gestalten"

Berlin,  9. Oktober 2015

Über 1400 Vertreter aus Politik, Wissenschaft, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft aus über 80 Ländern kommen vom 11. bis 13. Oktober 2015 in Berlin zusammen, um beim diesjährigen World Health Summit über aktuelle Fragen der globalen Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

In seiner Eröffnungsrede erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Ebola hat uns alle in dramatischer Weise gezeigt: Die Weltgemeinschaft ist heute nicht ausreichend auf Gesundheitskrisen dieses Ausmaßes vorbereitet. Wir müssen deshalb jetzt die Weichen stellen, um auf künftige Gesundheitskrisen besser reagieren zu können. Wir werden deshalb mit einem Programm, das im nächsten Jahr mit 4 Millionen Euro startet und zunächst auf 5 Jahre ausgelegt ist, gezielt bei der Stärkung der Gesundheitswesen unterstützen. Dazu gehört die Ausbildung von Personal zum Management von Gesundheitskrisen in den Partnerländern. Und dazu gehört der Aufbau eines schnell einsetzbaren Expertenteams, das schon bei ersten Anzeichen eines Krankheitsausbruchs vor Ort bei der Diagnostik und Bekämpfung unterstützen kann. Gleichzeitig müssen wir den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen international kraftvoll vorantreiben. Und auch bei der Versorgung der vielen Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen, muss sich die internationale Gemeinschaft der gemeinsamen Verantwortung stellen. Die deutsche G7-Präsidentschaft ist Chance und Verantwortung zugleich, globale Gesundheitspolitik aktiv und gemeinsam mit unseren Partnern zu gestalten. Ich bin mir sicher, dass der World Health Summit hierzu wichtige Impulse geben wird."

Die mittlerweile 7. Tagung des World Health Summit findet im Auswärtigen Amt in Berlin statt. Wichtige Themen des diesjährigen Summit sind die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und Migranten, antibiotikaresistente Keime, Big Data sowie die gesundheitlichen Folgen der weltweiten Klimaveränderung in Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris.