Bundesminister Hermann Gröhe: "Wiederbelebung ist einfacher als viele denken. Jeder von uns kann zum Lebensretter werden."

Besuch eines Schulprojektes zu Wiederbelebung in Hennef

Hennef,  4. Oktober 2016

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), besuchten heute die Gesamtschule Hennef Meiersheide, um mit 180 Schülerinnen und Schülern Wiederbelebungsmaßnahmen zu üben. 

Wenn es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt, zählt jede Sekunde. Doch viele trauen sich nicht, sofort mit einer Herzdruckmassage zu beginnen. Daher ist es so wichtig, schon unseren Kindern auf den Weg zu geben: Wiederbelebung ist einfacher als viele denken. Und das gilt unabhängig vom Alter. Wichtig ist, überhaupt zu handeln. Deshalb sprechen wir mit dem ‚Nationalen Aktionsbündnis Wiederbelebung‘ und unserer gemeinsamen Informationskampagne auch gezielt junge Menschen an. Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler hier in Hennef bei der Sache sind und zeigen: Jeder von uns kann zum Lebensretter werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Vor wenigen Wochen  hat ein Neunjähriger in Hessen seinen zweijährigen Bruder nach einem Badeunfall erfolgreich reanimiert. Per Herzdruckmassage wiederzubeleben ist in der Tat kinderleicht und hoch wirksam. Würde nach jedem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort mit der Herzdruckmassage begonnen, könnten jedes Jahr mehr als 10.000 Leben in Deutschland gerettet werden. Deshalb will die BZgA mit ihrer Informationskampagne dazu beitragen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die notwendigen Maßnahmen zur Wiederbelebung kennen und sie im Ernstfall auch anwenden. Man kann bei der Laienreanimation nichts falsch machen, außer nicht zu helfen.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA

Die Gesamtschule Hennef Meiersheide setzt sich dafür ein, ihre Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium regelmäßig in der Laienreanimation zu schulen. Unterstützt wird sie dabei von Prof. Dr. Bernd Böttiger, Vorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln. Auch der Bürgermeister der Stadt Hennef Klaus Pipke und Gerald Asamoah, ehemaliger Nationalspieler und Vorstand der Gerald Asamoah Stiftung für Herzkranke Kinder, nahmen an der Veranstaltung teil.

In Kooperation mit der BZgA und unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe setzt sich das „Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung“ (NAWIB) dafür ein, das Wissen über Laienreanimation in Deutschland zu erhöhen und zu zeigen: Wiederbelebung ist ganz einfach, jeder kann Leben retten. Im Ernstfall genügen wenige Schritte: Prüfen. Rufen. Drücken. Mit bundesweiten Aktionen und einer Informationskampagne soll auf diese Botschaft aufmerksam gemacht werden.

Hinter dem Bündnis stehen zahlreiche Fachgesellschaften und Hilfsorganisationen, die sich für die Stärkung der Laienreanimation einsetzen. Die Gründungsmitglieder sind:

  •     Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
  •     Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V.
  •     Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Deutschland e.V.
  •     Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.
  •     Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.
  •     Deutsche Herzstiftung e.V.
  •     Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
  •     Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
  •     Deutscher Rat für Wiederbelebung e.V.
  •     Deutsches Rotes Kreuz e.V.
  •     Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
  •     Malteser Hilfsdienst e.V.
  •     Stiftung Deutsche Anästhesiologie e.V.