BM Gröhe: "In Bonn kann die EMA ihre wichtige Arbeit reibungslos fortsetzen"

Wolfgang Clement unterstützt deutsche Bewerbung um Sitz der EMA

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Berlin/Düsseldorf/Bonn,  7. August 2017

Die Bundesrepublik Deutschland bewirbt sich unter dem Motto "Closer to Europe" bei der Europäischen Union (EU) mit der Bundesstadt Bonn um den künftigen Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Der frühere Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit a.D., Wolfgang Clement, wird die Bewerbung in den nächsten Monaten als Sonderbeauftragter des Bundesgesundheitsministers unterstützen.

Ich freue mich, dass wir Wolfgang Clement als Sonderbeauftragten für unsere Bewerbung um den neuen EMA-Standort gewonnen haben. Er verbindet großes politisches Ansehen im In- und Ausland mit hohem wirtschaftspolitischen Sachverstand und der Liebe zu seiner Heimatregion am Rhein. Und wir sind davon überzeugt, dass Bonn hervorragend geeignet ist, die EMA zu beheimaten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Universitäten und Forschungseinrichtungen bieten ein ideales Umfeld für die EMA in Bonn. Hier kann sie ihre wichtige Arbeit als Wächter über die Arzneimittelsicherheit und die Patientensicherheit lückenlos fortsetzen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper: "Nordrhein-Westfalen ist erste Wahl, wenn sich Studierende für eine Hochschule entscheiden. Wir haben hervorragende Argumente dafür, dass unser Land auch der Favorit der Europäischen Arzneimittel-Agentur bei der Wahl ihres neuen Standorts wird. Aus der Kombination EMA und NRW mit Bonn kann eine Win-Win-Situation für beide entstehen: EMA und das Land mit seiner erstklassigen Forschungslandschaft würden vom gegenseitigen Austausch bei Wissenschaft und internationalen Veranstaltungen profitieren. Die Landesregierung steht bereit für eine Anschubhilfe und leistet ihren Anteil zu einer attraktiven Unterbringung der bedeutenden europäischen Behörde. Zugleich investieren wir damit in die wichtigen Zukunftsthemen Bildung und Infrastruktur sowie in die weitere Zukunft der Bundesstadt Bonn."

EMA-Sonderbeauftragter Wolfgang Clement: "Wir gehen mit der deutschen Bewerbung für Bonn als neuen Dienstsitz der Europäischen Arzneimittelagentur in einen absolut offenen und deshalb sehr spannenden Wettbewerb. Aber wir dürfen uns gute Chancen ausrechnen. Bonn als ein wissenschaftlich und wirtschaftlich bedeutender und international angesehener Standort im Herzen Europas bietet sich mit seinen Einrichtungen auf beinahe allen Feldern der Medizin und der Pharmazie als neue Heimat der Europäischen Arzneimittelagentur geradezu an. Ich bin überzeugt: Die Europäische Arzneimittelagentur mit ihren hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern passt hervorragend in diese lebens- und liebenswerte Europäische Rhein-Region, die zugleich eine der dichtesten Wissensstandorte auf dem Kontinent ist."

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan: "Bonn bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EMA und ihren Familien ein weltoffenes und lebenswertes neues Zuhause. Bonn ist eine Stadt mit kurzen Wegen. Es verfügt über einen ausgezeichneten Arbeitsmarkt sowie über internationale Kindergärten und Schulen. Auch mit – im europäischen Vergleich – preisgünstigem Wohnraum, vielfältigen Naherholungsmöglichkeiten und einem breiten kulturellen Angebot können wir punkten. 20 Organisationen der Vereinten Nationen mit über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der ganzen Welt haben ihren Sitz in Bonn. Deshalb haben wir große Erfahrung damit, internationale Belegschaften bei ihren ersten Schritten am Rhein zu begleiten. Bonn wird auch eine eigene Anlaufstelle für die Ansiedlung der EMA und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichten."

Als starker Gesundheits- und Pharmastandort mitten in der Europäischen Rhein-Region und im Herzen Europas erfüllt Bonn alle nötigen Voraussetzungen, damit die EMA ihre Arbeit erfolgreich und ohne Unterbrechung fortsetzen kann. Bonn bietet eine Auswahl sehr guter Bürostandorte, die auf die besonderen Anforderungen der EMA in räumlicher und technischer Hinsicht zugeschnitten werden können und einen reibungslosen Umzug ermöglichen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als eine herausragende Zulassungsbehörde in der EU unterstützt die EMA bereits heute erstklassig in der Arzneimittelzulassung und Arzneimittelsicherheit. Das gilt auch für die zweite nationale Zulassungsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen bei Frankfurt. Beide Institute bringen ihr Fachwissen in ca. 130 wissenschaftliche Gremien der EMA ein. Mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln als bedeutendste Einrichtung in Europa für evidenzbasierte Begutachtung von Arzneimitteln hat die EMA einen weiteren hochqualifizierten Partner in der Nähe.

Gute Verkehrsanbindungen per Flugzeug, Bahn und Auto in die europäischen Nachbarländer und eine weltweite Anbindung ermöglichen eine schnelle Erreichbarkeit der Region und größtmögliche Flexibilität für die Mitarbeiter. Bonn ist bereits heute zentraler Standort in der Mitte Europas für international tätige Konzerne. Bonn ist eine weltoffene und internationale Stadt.

Kurze Wege innerhalb der Stadt, ein gut aufgestellter Arbeitsmarkt, im europäischen Vergleich preisgünstiger Wohnraum, internationale Schulen und Kinderbetreuung, vielfältige Naherholungsmöglichkeiten sowie kulturelle Angebote bieten beste Voraussetzungen für die Mitarbeiter der EMA und ihre Familien.

Mit der Entscheidung Großbritanniens für einen Austritt aus der EU muss ein neuer Standort für die EMA mit ihrem derzeitigen Sitz in London gefunden werden. Die offizielle Bewerbungsfrist endete am 31. Juli 2017. Der Rat für Allgemeine Angelegenheiten und Außenbeziehungen wird voraussichtlich im November über den künftigen EMA-Standort entscheiden. Die Bundesregierung wird in den nächsten Monaten in Brüssel und den Mitgliedsstaaten Gespräche führen und für Bonn als idealen Standort für die EMA werben.

Der neue Sonderbeauftragte für die deutsche Bewerbung um die EMA, Wolfgang Clement, war von 1998 bis 2002 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und von 2002 bis 2005 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Er lebt in Bonn.