Bundesgesundheitsminister Gröhe: „Bonn ist starker Standort für die EMA“

Bonn bewirbt sich um den Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA)

Berlin,  12. Juli 2017

Die Bundesrepublik Deutschland bewirbt sich unter dem Motto „Closer to Europe“ bei der Europäischen Union (EU) mit der Bundesstadt Bonn, gelegen in der Europäischen Rhein-Region, um den Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

Die Europäische Arzneimittelagentur hat sich innerhalb der EU zu einem Wächter über die Arzneimittelsicherheit und damit auch die Patientensicherheit entwickelt. Sie muss in der Lage sein, trotz des notwendigen Umzugs, ihre wichtige Arbeit zum Wohl und Schutz der Bürgerinnen und Bürger in der EU lückenlos fortzusetzen. Beim Arzneimittel-Zulassungsverfahren ist die EMA auf die enge Zusammenarbeit mit den nationalen Zulassungsbehörden angewiesen. Mit dem international geschätzten Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn, dem Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt am Main und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen in Köln stehen der EMA in Deutschland geballtes Fachwissen und starke nationale Partner in unmittelbarer Nähe zur Seite. Das wissenschaftlich und wirtschaftlich bestens aufgestellte Umfeld macht Bonn zu einem starken Standort für die Europäische Arzneimittelagentur.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen: "Bonn wäre ein großer Gewinn für die EMA und die EMA ein großer Gewinn für Bonn. Die Bundesstadt bietet aufgrund ihrer zentralen Lage in Europa und ihrer hervorragenden Rahmenbedingungen den idealen Standort für die Europäische Arzneimittelagentur wie auch für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen unterstützt nachdrücklich die Bewerbung Bonns als neuen Sitz der EMA."

Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn: "Wir haben sehr starke Argumente für die Ansiedlung der EMA in der Bundesstadt Bonn. Schließlich genießt Bonn als Gesundheitsstandort weltweit einen hervorragenden Ruf und hat als deutsche Stadt der Vereinten Nationen die internationale Infrastruktur, die die EMA benötigt. Wir stehen bereit, jedwede Unterstützung zu leisten, um die EMA nach Bonn zu holen."

Als starker Gesundheits- und Pharmastandort mitten in der Europäischen Rhein-Region und im Herzen Europas erfüllt Bonn alle nötigen Voraussetzungen, damit die EMA ihre Arbeit erfolgreich und ohne Unterbrechung fortsetzen kann.

Gute Verkehrsanbindungen per Flugzeug, Bahn und Auto in die europäischen Nachbarländer und eine weltweite Anbindung ermöglichen eine schnelle Erreichbarkeit des Standortes und größtmögliche Flexibilität für die Mitarbeiter. International tätige Konzerne sowie die Büros
20 verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen nutzen Bonn bereits als starken zentralen Standort in der Mitte Europas.

Kurze Wege innerhalb der Stadt, ein gut aufgestellter Arbeitsmarkt, im europäischen Vergleich preisgünstiger Wohnraum, internationale Schulen und Kinderbetreuung, vielfältige Naherholungsmöglichkeiten sowie kulturelle Angebote bieten beste Voraussetzungen für die Mitarbeiter der EMA und ihre Familien.

Begleitend zur offiziellen Bewerbung unter dem Motto „Closer to Europe“ zeigen die Internetseite closer-to-europe.eu und das Bewerbungsmagazin, warum Bonn innerhalb Europas ein hervorragender Standort für die EMA ist.

Mit der Entscheidung Großbritanniens für einen Austritt aus der EU muss ein neuer Standort für die EMA mit ihrem derzeitigen Sitz in London gefunden werden. Die offizielle Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2017. Die Entscheidung über den künftigen EMA-Standort durch den Europäischen Rat wird im November erwartet.