Finanzierungs- und Qualitätsgesetz

Qualitätsinstitut für ambulante und stationäre Behandlung

Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass in Arztpraxen und im Krankenhaus grundsätzlich eine hohe Qualität der Behandlung gewährleistet wird. Um die Versorgung künftig noch stärker qualitätsorientiert auszurichten, werden insbesondere messbare Kriterien benötigt, an denen sich die Qualität von Diagnostik und Therapie festmachen und vergleichen lässt.

Mit dem "Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der Gesetzlichen Krankenversicherung" wurde daher ein Qualitätsinstitut eingerichtet. Das neue Institut zur Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen liefert – in Form einer Stiftung und fachlich unabhängig – dem Gemeinsamen Bundesausschuss dauerhaft wissenschaftlich und methodisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für Maßnahmen der Qualitätssicherung liefern.

Auf dieser Basis können Maßnahmen ergriffen werden, um vorhandene Defizite zu erkennen und die Behandlung gezielt zu verbessern. Außerdem soll das Institut zur besseren Transparenz über die Qualität der Versorgung beitragen. Hierzu soll es u.a. Qualitätsvergleiche zu Krankenhausleistungen veröffentlichen, damit sich die Patientinnen und Patienten, z.B. bei der Wahl eines Krankenhauses über die Qualität der Leistungen und Einrichtungen leichter informieren können. Das nutzt den Patientinnen und Patienten, ist aber auch eine wichtige Hilfestellung für die Behandelnden selbst.

Die Regelungen zum Qualitätsinstitut sind im Jahr 2014 in Kraft getreten. Kurz danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Stiftungssatzung des "Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen" beschlossen. Nach dieser Satzung haben die Stiftung und das gleichnamige Institut ihren Sitz in Berlin. Im Jahr 2015 wurde das Institut aufgebaut; es hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Das bisher vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragte AQUA-Institut wird im Jahr 2016 aber insbesondere bei der Durchführung der Qualitätssicherung im Krankenhaus noch unterstützend tätig sein.

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