Versicherte

Selbstständige

Für Selbstständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, gilt im Jahr 2016 ein Mindestbeitrag von etwa 306 bis 319 Euro (je nach Krankengeldanspruch). Liegt Bedürftigkeit vor, kann dieser Beitrag auf etwa 204 bis 213 Euro reduziert werden. Daneben können Krankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Für die Beitragsbemessung werden alle Einnahmen aus der Selbstständigkeit sowie sonstige Einnahmen – zum Beispiel Einnahmen aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden), Vermietung und Verpachtung – berücksichtigt.

Krankengeld für Selbstständige

Für alle freiwillig versicherten Selbstständigen gilt der einheitliche ermäßigte Beitragssatz, der seit der durch das GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz (GKV-FQWG) zum 1. Januar 2015 vorgenommenen Absenkung 14,0 Prozent beträgt. Daneben können Krankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Der Versicherungsschutz umfasst zunächst keinen Krankengeldanspruch. Hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige können jedoch ihr Verdienstausfallrisiko zusätzlich absichern über

  • einen Krankengeldwahltarif. Die Krankenkassen müssen einen solchen Tarif anbieten, dürfen dafür aber auch einen Prämienzuschlag verlangen, der von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich sein kann. Gesundheitsprüfungen wie in der privaten Krankenversicherung sind dabei nicht zulässig.
  • die Zahlung des allgemeinen Beitragssatzes in Höhe von 14,6 Prozent, der den "gesetzlichen" Krankengeldanspruch, das heißt die Absicherung des Entgeltausfallrisikos ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit, abdeckt.

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