Nationaler AIDS-Beirat

Foto: Gruppenbild vom Nationalen AIDS-Beirat

Der Nationale AIDS-Beirat wurde im Frühjahr 1987 auf Grundlage der Koalitionsvereinbarung der 11. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages geschaffen. Als Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit begleitete er seitdem die Politik der Bundesregierung zur Bekämpfung von HIV und AIDS. Mit seinen Stellungnahmen, insbesondere zu neuen oder kontrovers diskutierten Fragestellungen, gibt er eine wichtige Unterstützung bei der Gestaltung und Umsetzung einer fachlich fundierten und wirksamen Strategie. Die letzte Sitzung des Nationalen AIDS-Beirats fand am 21. November 2016 statt.

Der Nationale AIDS-Beirat zeichnet sich nicht nur durch seine hohe fachliche Kompetenz in Fragen zu HIV und AIDS aus. Er war interdisziplinär mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Forschung, medizinische Versorgung, öffentlicher Gesundheitsdienst, Ethik, Recht, Sozialwissenschaften sowie Personen aus der Zivilgesellschaft zusammengesetzt. Seine Expertise war gerade im Hinblick auf die Rechte und Bedürfnisse von Menschen, die besonders gefährdet sind oder bereits mit HIV und AIDS leben, gefragt. Mit seiner Arbeit hat der Nationale AIDS-Beirat zum gesellschaftlichen und fachlichen Konsens über die Strategie und Umsetzung der deutschen HIV/AIDS-Bekämpfung beigetragen.

Der Nationale AIDS-Beirat setzte sich zuletzt aus folgenden 17 Mitgliedern zusammen: Herr Bernd Aretz, Herr Prof. Dr. Klaus Bergdolt, Herr Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer, Frau Kelly Cavalcanti, Herr Prof. Dr. med Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß, Frau Dr. med. Annette Haberl, Frau Silke Klumb, Frau Heidrun Nitschke, Herr Prof. Jürgen Rockstroh (Vorsitz), Herr Prof. Rolf Rosenbrock, Herr Prof. Reinhold E. Schmidt, Frau Prof. Margarete Schuler-Harms, Frau Ulrike Sonnenberg-Schwan, Herr Prof. Hans Jürgen Stellbrink, Herr Prof. Jochen Taupitz, Frau Wirz (stellvertretender Vorsitz), Herr Ulrich Würdemann. Des Weiteren nahmen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an den Sitzungen teil. Das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung waren ständige Gäste beim AIDS-Beirat.

Im kommenden Jahr wird ein neues Begleitgremium zur Umsetzung der im April 2016 verabschiedeten Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen eingerichtet. Dieses wird die Bandbreite der Themen abdecken. Entsprechend der bewährten Kooperation wird sich das Gremium aus Vertretern verschiedener Berufs- und Entscheidungsebenen und der Selbsthilfe zusammensetzen.