Öffentlichkeitsarbeit

Nach der im Jahr 2009 abgehaltenen ersten Nationalen Krebskonferenz, die als Zwischenstand nach der Initiierung des Nationalen Krebsplans in 2008 angesehen wird, ist auf der Konferenz in 2017 über bisherige Arbeiten am Nationalen Krebsplan berichtet worden. Darüber hinaus wurde ein Überblick über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Krebsbekämpfung gegeben. Angelehnt an die erste Nationale Krebskonferenz wurde eine Veranstaltung mit Teilnehmern aus Wissenschaft, Sozialversicherungsverbänden, Gesundheitspolitik, den Ländern, von Versorgern und von Patientenverbänden durchgeführt.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat Mitte 2011 den Förderschwerpunkt "Forschung im Nationalen Krebsplan" im Rahmen seiner Ressortforschung eingerichtet und hierfür rund fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der ausgeschriebene Förderschwerpunkt basiert auf dem identifizierten Forschungsbedarf zu verschiedenen Zielen des Nationalen Krebsplans und konzentriert sich daher auf die drei Themenfelder Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und der psychosozialen/-onkologischen Unterstützung von Krebspatientinnen und -patienten sowie Stärkung der Patientenorientierung. Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, durch Projekte neue Erkenntnisse zu gewinnen, welche die weitere Umsetzung des Nationalen Krebsplans unterstützen können. Die Ergebnisse der insgesamt 13 Forschungsprojekte des Förderschwerpunktes "Forschung im Nationalen Krebsplan" wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vom 18. bis 19. Mai 2016 in Berlin im Beisein von Herrn Bundesminister Gröhe vorgestellt und erste Diskussionen mit der Fachöffentlichkeit zur Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse für die gezielte Weiterentwicklung der onkologischen Versorgung im NKP geführt.

Um die kommunikative Kompetenz der onkologisch tätigen Ärztinnen und Ärzte weiter zu verbessern, förderte das Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Nationalen Krebsplans die Entwicklung eines Kommunikations-Lehrplans für das Medizinstudium. Ziel ist es, angehende Ärztinnen und Ärzte besser auf die schwierige Aufgabe der ärztlichen Gesprächsführung vorzubereiten. Die Ergebnisse des Vorhabens und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Ausgestaltung des Medizinstudiums wurden auf dem o. g. Symposium in Heidelberg den Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Medizinischen Fakultäten und weiteren Institutionen, die an der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung teilhaben, vorgestellt. Auf dem Symposium wurde die "Heidelberger Erklärung zur Förderung kommunikativer Kompetenzen in der ärztlichen Ausbildung" verabschiedet.

Zur Halbzeit der Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) hatten Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, Sabine Bätzing-Lichtenthäler gemeinsam mit den Mitinitiatoren des Nationalen Krebsplans am 19. Oktober 2015 zu einer Fachtagung nach Mainz eingeladen. Die Teilnehmer konnten sich von den Fortschritten, die bei der flächendeckenden Etablierung klinischer Krebsregister durch die Länder gemacht wurden, überzeugen. Die interessante Programmgestaltung hat den zu erwartenden Nutzen der klinischen Krebsregistrierung wie auch noch bestehende Probleme deutlich gemacht.

Im Rahmen des Nationalen Krebsplans fand vom 26. bis 27. Februar 2015 in Berlin ein praxisbezogener, wissenschaftlicher Workshop zur informierten und partizipativen Entscheidungsfindung von Bürgerinnen und Bürgern, Patientinnen und Patienten und Leistungserbringern statt. Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Veranstaltung wurde von der Arbeitsgemeinschaft "Dermatologische Prävention e. V." organisiert.

Der Nationale Krebsplan war auch beim 31. Deutschen Krebskongress ein gesundheitspolitisches Schwerpunktthema.

Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte und von der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der Women's Health Coalition durchgeführte Follow-up-Studie 2012 "Inanspruchnahme des qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings" wurde am 18. Februar 2013 der Fachöffentlichkeit vorgestellt (Download wissenschaftlicher Abschlussbericht zur Studie).

Im Rahmen des Förderschwerpunkts "Forschung im Nationalen Krebsplan" trafen sich am 14. November 2012 in Berlin die Projektleiterinnen und Projektleiter der 13 geförderten Projekte, um diese vorzustellen und zu diskutieren. Das BMG fördert von 2012 bis 2015 mit etwa 5 Mio. Euro Projekte in den Themenfeldern:

  • Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung,
  • Psychosoziale/psychoonkologische Unterstützung von Krebspatientinnen und -patienten und
  • Patientenorientierung in der Onkologie: Informierte Entscheidung und Patientenkompetenz.

Einer der Schwerpunkte des 30. Deutschen Krebskongresses war der Nationale Krebsplan mit seinen 4 Handlungsfeldern. Jedes Handlungsfeld wurde von aktiv involvierten Expertinnen bzw. Experten vorgestellt und im Anschluss diskutiert.

Während der Nationalen Krebskonferenz am 23. Juni 2009 wurden die für die Handlungsfelder 1, 2 und 4 bis dahin erarbeiteten Ergebnisse der Experten-Arbeitsgruppen ausführlich auf drei großen parallelen Foren und auf drei Podiumsdiskussionen vorgestellt und diskutiert. Der Sachstand wurde seinerzeit in einem Informationspapier zusammengefasst, welches Sie sich hier herunterladen können.

Am 16. Juni 2008 haben das Bundesministerium für Gesundheit, die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren den Nationalen Krebsplan gemeinsam ins Leben gerufen. Einen Überblick bietet ein Informationspapier von 2008, welches Sie sich hier herunterladen können.