GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG)

Mit dem Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) sollen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen werden. Selbstständige mit geringem Einkommen werden ebenfalls spürbar entlastet und Beitragsschulden abgebaut.

In unserem animierten Video erfahren Sie mehr über die Entlastung der Beitragszahler:

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Entlastung von Arbeitnehmern und Rentnern

Ab dem 1. Januar 2019 wird der Beitrag zur Krankenversicherung wieder zu gleichen Teilen von den Arbeitgebern bzw. der Rentenversicherung und den Arbeitnehmern bzw. Rentnern gezahlt. Dadurch müssen Arbeitnehmer und Rentner monatlich bis zu 38 Euro weniger Beiträge zahlen.

Grafik: Auf einer ausgeglichenen Waage sind ein Mann auf der einen und eine Fabrik auf der anderen Seite abgebildet. Der Titel lautet: "Es bleibt dabei: Kassenreserven werden abgebaut! mit den Punkten "Die Finanzreserven einer Kasse dürfen künftig  den Umfang einer Monatsausgabe nicht überschreiten." und "Dadurch werden Beitragszahler weiter entlastet." (Bildquelle: BMG)


Um zu hohe Kassenbeiträge zu vermeiden, dürfen die Finanzreserven der Krankenkassen den Umfang einer Monatsausgabe künftig nicht mehr überschreiten. Gesetzliche Krankenkassen, die über höhere Monatsausgaben verfügen, dürfen ihren Zusatzbeitrag künftig nicht mehr anheben.

Ab 2020 müssen überschüssige Beitragseinnahmen über einen Zeitraum von drei Jahren abgebaut werden.

Grafik: Es ist eine Frau mit langen Haaren und ein Taschenrechner mit Münzen zu sehen. Der Titel lautet: "Es bleibt dabei: Kassenreserven werden abgebaut!" mit folgenden Unterpunkten: Die Finanzreserven einer Kasse dürfen künftig den Umfang einer Monatsausgabe nicht überschreiten. Dadurch werden Beitragszahler weiter entlastet.

Entlastung von Selbstständigen

Hohe Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse überfordern Kleinselbstständige, die sich gesetzlich versichern wollen. Darum entlasten wir Kleinselbstständige in dem wir den Mindestbeitrag zur Krankenkasse halbieren. Ab 1. Januar wird der monatliche Mindestbeitrag für Selbstständige nur noch 171 Euro betragen. Dadurch sind Entlastung von monatlich bis zu 180 Euro möglich.

Grafik: Es sitzt ein Mann am Laptop, im Hintergrund ist ein Geldstapel abgebildet, der sich halbiert. Der Titel lautet: "Entlastung von Kleinselbstständigen" mit den Unterpunkten: Mindestbeitrag zur Krankenkasse wird auf 171 Euro halbiert und	monatliche Entlastung bis zu 180 Euro

Verbesserungen für Zeitsoldaten

Ab dem 1. Januar 2019 wird für ehemalige Zeitsoldatinnen und -Soldaten ein einheitlicher Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht. Die Soldatinnen und Soldaten erhalten ein Beitrittsrecht zur freiwilligen Versicherung. Außerdem erhalten sie nach Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen, der anstelle der bisherigen Beihilfe geleistet wird.

Weitere Verbesserungen

Abbau der Beitragsschulden bei ungeklärten Mitgliedschaften

Eine freiwillige Mitgliedschaft zur gesetzlichen Krankenversicherung endet bislang nur dann, wenn das Mitglied seinen Austritt erklärt. Wenn ein Kassenmitglied aber unbekannt verzogen ist, keine Beiträge mehr bezahlt und sich nicht abmeldet, wird er obligatorisch zum Höchstbeitrag weiterversichert. Dies hat dazu geführt, dass die Kassen in erheblichem Maß Beitragsschulden angehäuft haben. Deshalb sollen die Krankenkassen verpflichtet werden, die Versicherungsverhältnisse von solchen „passiven“ Mitgliedern zu beenden.

Erhöhung des Aktienanteils bei Altersrückstellungen

Der Aktienanteil an Anlagen, mit denen die gesetzlichen Krankenkassen ihre betriebsinternen Altersrückstellungen absichern, wird von 10 auf 20 Prozent erhöht. Das verschafft den Kassen mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinsphase Chancen auf höhere Renditen. Zugleich bleiben die Risiken bezogen auf das Gesamtanlagevolumen begrenzt.