Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe besucht 68. Weltgesundheitsversammlung in Genf

19. Mai 2015. Am 18. und 19. Mai 2015 nahm Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe an der 68. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) in Genf teil.

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel traf Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am 18. Mai WHO-Gerneraldirektorin Dr. Margaret Chan zu einem Gespräch. Zudem standen Treffen unter anderem mit den Gesundheitsministern aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Schweden, der Schweiz sowie den Niederlanden auf dem Programm.

Außerdem hielt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am 18. Mai ein Begrüßungsstatement im Rahmen eines Side-Events zu Krebserkrankungen bei Kindern. Die Veranstaltung unterstrich das wichtige gesundheitspolitische Ziel, den Kampf gegen Krebs im Kindesalter und die hierdurch vermeidbaren Todesfälle zu verstärken.

Am 19. Mai hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe an einer Paneldiskussion zum Thema "Globale Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen" teilgenommen. Daneben waren Gesundheitsminister aus elf Ländern, darunter Norwegen, Niederlande, Indonesien und Thailand dabei. Diskutiert wurde die Frage, wie international noch besser zusammengearbeitet werden kann, um die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen über Landesgrenzen hinaus zu verhindern. 

Schon heute sterben jedes Jahr 700.000 Menschen weltweit infolge einer Antibiotika-Resistenz. Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, bricht eine der tragenden Säulen unserer Gesundheitsversorgung weg. Bundesforschungsministerin Wanka, Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und ich sind uns einig, dass es eine gemeinsame Kraftanstrengung in der Medizin, der Tierhaltung und der Forschung braucht. Mit der deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie gehen wir hier voran und setzen das Thema gleichzeitig auf die internationale Agenda. Bei der Weltgesundheitsversammlung in Genf werden wir einen Globalen Aktionsplan beschließen. Außerdem unterstützen wir Partnerländer dabei, zu einem sachgerechten Einsatz von Antibiotika zu kommen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Die diesjährige Versammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befasste sich auch mit Themen, die Deutschland als Schwerpunkt für den Gesundheitsbereich im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft festgelegt hat: Lehren aus der Ebola-Epidemie in Westafrika, die Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen sowie vernachlässigte Tropenkrankheiten.

Weltgesundheitsversammlung (WHA)

Als höchstes Entscheidungsorgan der WHO tagt die Weltgesundheitsversammlung (WHA) regelmäßig unter Teilnahme aller Mitgliedsstaaten. Jedes Jahr werden hier die zentralen thematischen Schwerpunkte in Form von Resolutionen verabschiedet. Diesmal findet die WHA vom 18. bis 26. Mai 2015 statt. Es werden insgesamt mehr als 3.000 Delegierte aus den 194 WHO Mitgliedsstatten sowie von zahlreichen nichtstaatlichen Akteuren erwartet.

Nach den Erfahrungen des Ebola-Ausbruchs wird ein Schwerpunkt der diesjährigen WHA sein, wie die WHO besser für die Vorbeugung und Reaktion auf Gesundheitsnotfälle aller Art, d.h. Ausbrüche von Epidemien oder andere Notfälle mit gesundheitlichen Folgen, aufgestellt werden kann. Weitere wichtige Themen sind unter anderem die Verabschiedung eines globalen Aktionsplans zu Antibiotika-Resistenzen, die bessere Implementierung der Internationalen Gesundheitsvorschriften, das Thema Luftverschmutzung sowie die Verabschiedung einer langfristigen Malariastrategie.