3. Sitzung des Pharmadialogs

8. Oktober 2015. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie die Fachkräftesituation im Pharmabereich, Bedingungen für Existenzgründer sowie die Herausforderungen der Digitalisierung sind Themen der 3. Sitzung des Pharmadialogs. Aber auch die Produktion von versorgungskritischen Wirkstoffen ist Teil der Agenda.

Am 8. Oktober 2015 findet die 3. Dialogsitzung des Pharmadialogs der Bundesregierung statt. Schwerpunkte der 3. Dialogsitzung sind Themen wie die Sicherstellung der  Produktion von versorgungskritischen Wirkstoffen, Zukunftstrends im Pharma- und Arzneimittelsektor, Beschäftigungssituation und Fachkräftegewinnung sowie die Folgen der Digitalisierung und die Unterstützung des Wachstums junger innovativer Unternehmen.

Gemeinsam mit Vertretern der Wissenschaft, Pharmaindustrie und Gewerkschaften wird darüber diskutiert, wie Lieferengpässe bei versorgungskritischen Wirkstoffen vermieden werden können. Zwar bedeuten Lieferengpässe nicht zwangsläufig Versorgungsengpässe. In einigen Fällen ist es jedoch bereits zu Einschränkungen in der Versorgung gekommen, z.B. im Bereich Onkologie, aber auch bei Antibiotika. Alle sind sich einig, dass diese Fälle problematisch waren. Deshalb müssen mögliche Ursachen identifiziert und gemeinsam Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Darüber hinaus widmeten sich die Teilnehmenden der Fachkräftesituation. Laut Destatis ist die Anzahl der Beschäftigten in der pharmazeutischen Industrie von ca. 93.000 im Jahr 2000 auf über 140.000 im Jahr 2013 fast durchgehend angestiegen. Damit ist die pharmazeutische Industrie derzeit gut aufgestellt. Doch auch diese Branche wird sich auf eine alternde Belegschaft einrichten müssen und verstärkt für altersgerechte und gesunde Beschäftigungsbedingungen sorgen müssen.

Ein weiteres Thema der 3. Dialogsitzung ist die zunehmende Digitalisierung der Branche und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie führt im Gesundheitswesen zu nachhaltigen Veränderungen, auch für pharmazeutische Unternehmen. Es geht darum, die Potenziale dieser Technologien für die Entwicklung des Standortes Deutschland im Pharmabereich nutzbar zu machen und die Chance für eine bessere medizinische Versorgung zur Entfaltung zu bringen.

Ziel des Pharmadialogs ist es, den Pharmastandort Deutschland in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion zu stärken, um auch weiterhin eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und sichere Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen.

Am Pharmadialog nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung sowie der pharmazeutischen Verbände, der Wissenschaft und der Gewerkschaft teil. Der Pharmadialog ist als ein ergebnisoffener Prozess angelegt, bei dem in mehreren Sitzungen unterschiedliche Themenschwerpunkte diskutiert werden, die in einer Ergebnisdokumentation im Frühjahr 2016 zusammenfassend veröffentlicht werden.