30 Jahre Sachverständigenrat

17. Dezember 2015. Der Sachverständigenrat Gesundheit feiert am 17.12.2015 sein 30-jähriges Bestehen. Zudem wurde das Sondergutachten mit dem Titel "Krankengeld – Entwicklung, Ursachen und Steuerungsmöglichkeiten" im Rahmen eines Fachsymposiums vorgestellt und diskutiert.

Seit 1985 analysiert der Sachverständigenrat Entwicklungen und Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen. Als unabhängiges und interdisziplinäres Gremium hat er dabei immer wieder konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen und Rahmenbedingungen aufgezeigt. Diese Arbeit würdigten am 17.12.2015 Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., sowie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei einem Festakt. 

Der Sachverständigenrat hat mit seinen Gutachten und seinen Empfehlungen in den letzten 30 Jahren die gesundheitspolitischen Expertendebatten geprägt. Ich freue mich auf den weiteren politischen und fachlichen Austausch in den nächsten Jahren.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Im Anschluss an die Reden diskutierten Prof. Süssmuth, Staatssekretär Lutz Stroppe, Prof. Wolfgang Franz, der ehemalige Vorsitzende des Rates der "Wirtschaftsweisen", mit Mitgliedern des Sachverständigenrates über die Herausforderungen wissenschaftlicher Politikberatung und die Zukunft des Gesundheitswesens. Am Nachmittag stellte der Sachverständigenrat auch sein Sondergutachten vor, das Bundesminister Gröhe Ende 2014 in Auftrag gegeben hatte. Dieses zeigt Ursachen und Steuerungsmöglichkeiten mit Blick auf die Entwicklung des Krankengeldes auf.

Der Sachverständigenrat setzt sich in seinem Sondergutachten mit den Gründen für den Anstieg der Krankengeldausgaben auseinander und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, um die bestehenden Regelungen weiterzuentwickeln. Das Gutachten gibt wichtige Anstöße und ist eine gute Diskussionsgrundlage für weitere Maßnahmen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Das Gutachten wird nun durch das Bundesgesundheitsministerium geprüft.