Pflegereform erhält breite Zustimmung in der Bevölkerung

24. September 2015. 93 Prozent der Bevölkerung halten die Pflegereform für richtig. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.

Ich freue mich, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung das Ziel der Bundesregierung unterstützt, die Pflege in Deutschland und damit die Pflegebedürftigen, ihre Familien und die Pflegekräfte weiter zu stärken. Das ist weiterer Ansporn für uns, die größte Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung vor 20 Jahren kraftvoll umzusetzen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Die Ziele des Gesetzes - fünf Pflegegrade statt wie bisher drei Pflegestufen und ein gleichberechtigter Zugang aller Pflegebedürftigen zu den Leistungen der Pflegeversicherung - finden hohe Zustimmung in der Bevölkerung. 77% der Deutschen bezeichnen dies als Schritt in die richtige Richtung. 16% sehen darin sogar eine deutliche Verbesserung. Die Mehrheit der Befragten blickt optimistisch in die Zukunft der Pflege. So machen sich 57% keine Sorgen über eine finanzielle Absicherung im Falle einer Pflegebedürftigkeit. Dies sind 19% mehr als bei einer vergleichbaren Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach noch vor fünf Jahren. Auch bei der Versorgung von Pflegebedürftigen sind die meisten zuversichtlich: 33% der Befragten gehen von einer unveränderten Lage in den kommenden 20 Jahren aus, 36% rechnen mit einer Verbesserung der Situation.

Die Ergebnisse der Umfrage [Pressehandout (pdf)] werden auf der Veranstaltung "Miteinander. Füreinander. Deutschland stärkt die Pflege" des Bundesgesundheitsministeriums am 24.09.2015 in Berlin präsentiert. Bei dieser Veranstaltung wird auch ein neues Fachinformationsangebot des Bundesgesundheitsministeriums für die Pflegepraxis präsentiert, das Ende Oktober starten wird. Weitere Informationen finden Sie auf den "Praxisseiten Pflege".

Künftig sind regelmäßige Befragungen der Bevölkerung und der von den Pflegestärkungsgesetzen besonders betroffenen Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und den Pflegekräften geplant. Das Pflege-Panel wird künftig regelmäßig deren Meinungen und Einschätzungen erheben, um die Ergebnisse in den Dialog über die Umsetzung der Gesetzespakete einfließen zu lassen.