6. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

22. September 2014. Seit dem Jahr 2004 veranstaltet der Gemeinsame Bundesausschuss in jedem Herbst eine große bundesweite Konferenz zur Qualitätssicherung von medizinischen und pflegerischen Leistungen in Deutschland (2004-2008 unter dem Namen "Ergebniskonferenz"). Vom 22. bis 23. September 2014 findet die 6. Qualitätssicherungskonferenz in Berlin statt.

Wir haben in Deutschland eine hochwertige medizinische Versorgung. Aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Wir haben uns in dieser Wahlperiode unter dem Stichwort „Qualitätssicherung“ deshalb einiges vorgenommen. Damit wir die Versorgung noch stärker qualitätsorientiert ausrichten können, brauchen wir verlässliche Kriterien, an denen sich die Qualität von Diagnostik und Therapie festmachen und vergleichen lässt. Diese Kriterien wissenschaftlich zu erarbeiten ist Aufgabe des neuen Qualitätsinstituts, das derzeit aufgebaut wird. Außerdem gilt: Qualität muss das entscheidende Kriterium der Krankenhausplanung sein. Darüber besteht auch in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform große Einigkeit.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Bei der 6. Qualitätssicherungskonferenz des GBA stehen aktuelle Themen der Qualitätssicherung und deren Weiterentwicklung auf der Agenda. Es geht unter anderem um sektorenübergreifende Qualitätssicherung, öffentliche Berichterstattung sowie Patientensicherheit und Qualitätsmanagement. Am zweiten Tag stehen die externe stationäre Qualitätssicherung, die Ergebnisse des Jahres 2013, die Frage nach den künftigen Entwicklungen und der intensive Austausch über die Ergebnisse im Mittelpunkt.

Insgesamt wurden im Erfassungsjahr (Qualitätsreport 2013) in 1557 Krankenhäusern mehr als 3,2 Millionen Datensätze zu 434 Qualitätsindikatoren aus 30 sogenannten Leistungsbereichen (z.B. gynäkologische Operationen) erhoben, von denen 403 eine Tendenzaussage ermöglichen. 40 Qualitätsindikatoren, das entspricht 9,9 Prozent, zeigten Verbesserungen auf. Bei den Ergebnissen von 17 Qualitätsindikatoren (4,2 Prozent) mussten Verschlechterungen festgestellt werden. Bei den weitaus meisten Indikatoren (85,9 Prozent) wurden im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen, sondern ein flächendeckend stabiles Qualitätsniveau festgestellt.