Bundesgesundheitsminister Gröhe: „Wir müssen Vorkehrungen gegen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit treffen“

67. Weltgesundheitsversammlung vom 19. - 24. Mai 2014 in Genf

19. Mai 2014. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nimmt an der 67. Weltgesundheitsversammlung (WHA) teil, die vom 19. bis 24. Mai 2014 in Genf stattfindet. Zentrales Thema der diesjährigen Versammlung sind die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.

Wir alle sind von den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit betroffen. Hitze, Überschwemmungen und die damit einhergehende Ausbreitung von Infektionskrankheiten stellen insbesondere Länder mit einer unzureichenden Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist das politische Signal, das heute von Genf ausgeht: Wir müssen weltweit Vorkehrungen treffen, um die Gesundheitssysteme auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Mit den deutschen Erfahrungen aus der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz und globale Gesundheitspolitik können wir hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seiner Rede vor der WHA

Auch die Bekämpfung der globalen Zunahme von Antibiotikaresistenzen steht auf der Tagesordnung der diesjährigen WHA.

Die weltweite Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen muss gestoppt werden. Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, können schon Infektionen, die heute gut heilbar sind, wie etwa eine Blasenentzündung, zu schweren Gesundheitsschäden führen. Kein Staat kann den weltweiten Anstieg von Antibiotikaresistenzen alleine aufhalten. Fortschritte werden wir nur dann erzielen, wenn wir uns gemeinsam klare Regeln für den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und der Tierhaltung setzen und die Forschung verbessern. Deshalb werden wir die WHO beauftragen bis Mai 2015 einen globalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu erarbeiten. Dabei können wir von den Erfahrungen aus der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie profitieren, die es seit 2008 gibt. Ziel muss es sein, zu einer weltweiten Verschreibungspflicht von Antibiotika zu kommen.

Bundesgesundheitsminister Gröhe

Ende April 2014 hat die WHO einen ersten Bericht zur globalen Situation zu Antibiotikaresistenzen vorgelegt. Der Bericht enthält die bisher weltweit umfassendste Darstellung zum Thema Antibiotikaresistenzen und basiert auf Daten aus 114 Ländern.