Erste WHO-Ministerkonferenz zu Demenz

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Situation für Menschen mit Demenz verbessern"

17. März 2015. Unter dem Titel "Global Action Against Dementia" fand am 16. und 17. März 2015 zum ersten Mal eine WHO-Ministerkonferenz statt, bei der die weltweit steigende Zahl von Demenzerkrankungen im Mittelpunkt stand. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nahm an der Konferenz in Genf teil, bei der die Gesundheitsminister der WHO-Mitgliedsstaaten zusammen mit Experten aus Wissenschaft, Medizin und von NGOs diskutierten.

Schon heute leiden 47 Millionen Menschen weltweit an Demenz, bis 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken verdreifachen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die WHO-Ministerkonferenz das Thema Demenz aufgreift. Es ist unsere gemeinsame Verpflichtung, noch mehr gegen diese Krankheit und für die davon betroffenen Menschen zu tun. Es braucht deshalb internationale Anstrengungen, um die Demenzforschung zu stärken, die Pflege und medizinische Versorgung weiter zu verbessern und um ein gesellschaftliches Umfeld zu schaffen, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützt. Die Bundesregierung hat mit dem Pflegestärkungsgesetz und der "Allianz für Menschen mit Demenz" wichtige Verbesserungen für Demenzkranke und ihre Angehörigen auf den Weg gebracht. Mit rund 66 Millionen Euro im Jahr für das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen haben wir die Unterstützung für die Erforschung neuer Therapie- und Diagnoseansätze deutlich ausgeweitet. Mit der zweiten Stufe der Pflegereform werden wir die Pflegeversicherung so ausrichten, dass Demenzerkrankungen in gleichem Maße berücksichtigt werden wie körperliche Einschränkungen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Die zweitägige WHO-Ministerkonferenz in Genf gliederte sich in mehrere Panels mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sprach am Dienstag in dem Panel "Living Well with Dementia". Am Rande der WHO-Ministerkonferenz traf Hermann Gröhe unter anderem den britischen Amtskollegen Jeremy Hunt, die luxemburgische Gesundheitsministerin Lydia Mutsch sowie den schwedischen Gesundheitsminister Gabriel Wikström.

Zum Hintergrund

Ziel der WHO-Ministerkonferenz war es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Krankheit Demenz zu lenken, sich über den aktuellen Stand der Forschung auszutauschen und gemeinsam internationale Lösungsmöglichkeiten zu finden, wie das Ausmaß der Erkrankung verringert und Betroffenen geholfen werden kann.

In Deutschland sind zur Zeit etwa 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt; bis zum Jahre 2050 wird die Zahl der Demenzerkrankungen auf 3 Millionen Menschen ansteigen.

Videos von der Ministerkonferenz "Global Action Against Dementia" finden Sie auf der Homepage der WHO.