EU-Gesundheitsministertreffen in Amsterdam

18. April 2016. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ist heute zum Treffen der EU-Gesundheitsministerinnen und –minister nach Amsterdam gereist. Zentrales Thema war der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen.

Foto: Gruppenfoto der teilnehmenden Ministerinnen und Minister

Quelle: Dutch Government/Martijn Beekman

Foto: Blick auf den Sitzungssaal

Quelle: Dutch Government/Martijn Beekman

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Birgit Hesse, Hesse Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über die gemeinsame Beschaffung von medizinischen Gegenmaßnahmen

Quelle: Europäische Kommission

Die Verbreitung resistenter Keime lässt sich nur gemeinsam erfolgreich bekämpfen. Auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe haben die sieben führenden Industrienationen (G7) im Oktober 2015 in ihrer "Berliner Erklärung zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen" gemeinsame internationale Anstrengungen vereinbart. Diese Anstrengungen sollen nun im Rahmen der EU weiter vorangetrieben werden.

Deutschland kann hier mit wichtigen Erfahrungen aus der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020), die im Mai 2015 im Bundeskabinett beschlossen wurde, unterstützen. Im Rahmen des Pharmadialogs der Bundesregierung mit pharmazeutischen Verbänden sowie Vertretern der Wissenschaft und Gewerkschaft wurde zudem vereinbart, die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika noch stärker voranzutreiben und zu fördern.  

Über 700.000 Menschen weltweit sterben jährlich, weil Antibiotika infolge einer unnötigen, falschen oder vorzeitig abgebrochenen Einnahme ihre Wirksamkeit bei bakteriellen Infektionen verloren haben.

Vereinbarung über gemeinsames Vergabeverfahren

Am Rande des informellen Treffens in Amsterdam unterzeichneten Bundesgesundheitsminister Gröhe und Birgit Hesse, Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, für die Bundesländer die Vereinbarung über ein gemeinsames Vergabeverfahren zur Beschaffung medizinischer Gegenmaßnahmen (Joint Procurement Agreement). Über dieses Verfahren können Bund und Länder zum Beispiel Impfstoffe gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedstaaten und der EU beschaffen.