Bundesgesundheitsminister Gröhe auf Gesundheitsinformationsreise

Besuch beim Max-Planck-Insitut, EMBL und weiteren Projekten

17. -19. August. Von Berlin über Leipzig, Heidelberg und Darmstadt nach Frankfurt – auf der diesjährigen Gesundheitsinformationsreise besuchte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vom 17. bis 19. August zukunftsweisende Gesundheitsprojekte in ganz Deutschland. Dabei ging es u.a. um gesundheitliche Prävention in der Kita und um das Zusammenleben mit an Demenz erkrankten Menschen.

Von der Sitzung des Bundeskabinetts, in der u.a. der Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit beraten wurde, ging es für Gesundheitsminister Hermann Gröhe direkt in den Reisebus zur ersten Station seiner diesjährigen Gesundheitsinformationsreise. Am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie traf er dort – gemeinsam mit dem Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja – Professorin Emmanuelle Charpentier, Direktorin für den Bereich Regulation in der Infektionsbiologie. Sie entwickelte gemeinsam mit Forschern die sogenannte Gen-Schere. Die Gen-Schere eröffnet neue Möglichkeiten für die Grundlagenforschung, aber auch für die Anwendung zur Prävention und Heilung menschlicher Erkrankungen. Zusammen mit Professor Peter Dabrock, dem Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates, wurde über die große Verantwortung der Forschung im Umgang mit diesen Möglichkeiten und über die Notwendigkeit einer breiten öffentlichen Debatte gesprochen. Der Ethikrat hat mit seiner Jahrestagung im Juni 2016 zu dieser wichtigen Diskussion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beigetragen.

Demenzerkrankung und Patientenbrief

Auf der Fahrt nach Leipzig informierte die Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft über den richtigen Umgang mit an Demenz Erkrankten im Alltag. Am Innovationszentrum für computergestützte Chirurgie (ICCAS) in Leipzig besichtigte Gesundheitsminister Hermann Gröhe ein Modell des Operationssaals der Zukunft: Durch die Vernetzung aller Geräte und die Technik im Saal können diese miteinander kommunizieren und erleichtern den Ärztinnen und Ärzten die Arbeit. Den ersten Tag der Gesundheitsinformationsreise beschloß das Projekt "Was hab ich?" aus Dresden. Gründer Ansgar Jonietz informierte darüber, wie er und sein Team Befunde aus Arztbriefen in eine für jeden verständliche Sprache übersetzen. Mit der Förderung des Bundesgesundheitsministeriums wird es ein Projekt zur Erprobung eines entsprechenden Patientenbriefes geben.

Am Donnerstagmorgen ging es dann mit dem Zug nach Frankfurt. Während der Fahrt hat Dr. Christian Gravert, Leiter des Gesundheitsmanagements bei der Deutschen Bahn, über das Gesundheitsmanagement im Unternehmen berichtet und die Notfallversorgung von Passagieren erläutert. Im Anschluss besuchte Gröhe den Kindergarten der Evangelisch-Lutherischen St. Nicolaigemeinde. Hier kochte Sternekoch Stefan Marquard mit den Kindern und brachte ihnen Wissenswertes zum Thema gesunde Ernährung bei (Rezepte: Orangenbulgur mit Kräuterlachs und zweierlei Gemüsesoße und Pinkes Ei im Zucchininest auf Maispolenta).

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete, dem Michaelis Dorf, informierte sich der Gesundheitsminister anschließend über das Projekt STEP-BY-STEP, das geflüchteten traumatisierten Frauen und Kindern frühe Hilfe ermöglicht.

Grundlagenforschung in Heidelberg

In Heidelberg stand ein Besuch am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) auf dem Programm. Das Forschungsinstitut ist eine der weltweit bekanntesten Einrichtungen im Bereich der Grundlagenforschung in der Molekularbiologie. Am folgenden Tag diskutierte Gesundheitsminister Hermann Gröhe bei SAP über die Vorhaben im Bereich der personalisierten Medizin. Die letzte Station der Gesundheitsinformationsreise war der Frankfurter Flughafen. Hier informierte sich der Gesundheitsminister über die Notfallplanungen im Kampf gegen Gesundheitsgefahren.