Treffen der Vereinten Nationen zur Eindämmung von HIV/AIDS

8. Juni 2016. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vertritt Deutschland beim hochrangigen Treffen der Vereinten Nationen zur Eindämmung von HIV/AIDS. Vom 8. bis 10. Juni beraten Regierungschefs, Minister sowie weitere Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft in New York über Wege, um die HIV-Neuinfektionsrate und Todesfälle durch AIDS weltweit zu senken.

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Delegation; im Hintergrund das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City

Beim Treffen der Vereinten Nationen in New York beriet die Deutsche Delegation um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ...

Quelle: BMG/Wackers

Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Sitzungssaal des Treffens der Vereinten Nationen mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Delegation

... über Wege, HIV/AIDS einzudämmen.

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Foto: Blick in den Sitzungssaal des Treffens der Vereinten Nationen

Bis 2030, so ein wichtiger Punkt der Agenda 2030, soll AIDS keine Bedrohung mehr für die öffentliche Gesundheit darstellen.

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Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei seiner Rede beim Treffen der Vereinten Nationen

In seiner Rede betonte Gröhe, dass sich dieses Ziel nur durch eine enge internationale Zusammenarbeit erreichen lässt.

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Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespräch mit Indiens Gesundheitsminister Jagat Prakash Nadda

Er nutzte das Treffen auch für eine Reihe bilateraler Gespräche, so etwa Indiens Gesundheitsminister Jagat Prakash Nadda ...

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Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Gespäch mit Dr. José Ramón Narro Robles, Gesundheitsminister von Mexiko

... oder mit seinem mexikanischen Amtskollegen Dr. José Ramón Narro Robles.

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Foto: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und sein mexikanischer Amtskollege Dr. José Ramón Narro Robles; beide halten jeweils ein Exemplar der soeben unterzeichneten bilateralen Vereinbarung in ihren Händen

Letzterer Austausch endete mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung, die eine noch stärkere Zusammenarbeit Deutschlands und Mexikos in der Gesundheitspolitik vorsieht.

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Für Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der die deutsche Delegation leitet, bedarf es dafür vor allem einer engen internationalen Zusammenarbeit:

Dank guter Prävention und Behandlung konnten die HIV-Neuansteckungsrate und die Sterblichkeit durch Aids in den letzten 15 Jahren weltweit gesenkt werden. Die Anstrengungen dürfen aber nicht nachlassen, sondern müssen gemeinsam mit unseren internationalen Partnern verstärkt werden. Deutschland unterstützt deshalb das Ziel, durch gezielte Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren HIV und Aids nachhaltig weltweit einzudämmen. Dazu gehören gute Informationen, gerade für junge Menschen,  wie sie sich vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützen können, und ein guter Zugang zu medizinischer Versorgung. Entscheidend ist auch, dass Menschen mit HIV nicht aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der jährlichen Neuinfektionen weltweit um 35 % (2015: 2,1 Mio. Neuinfektionen) gesunken. Die jährliche AIDS-bedingte Sterblichkeit ging in den letzten 12 Jahren um 43 % zurück (2015: 1,1 Mio. Todesfälle). Deutschland unterstützt das Ziel des Treffens („Fast-Track Approach“), HIV und AIDS in den kommenden fünf Jahren durch verstärkte Anstrengungen weltweit nachhaltig einzudämmen. Bis zum Jahr 2020 sollen die HIV-Neuinfektionen auf 500.000 gesenkt, weniger als 500.000 Menschen an AIDS-bedingten Krankheiten sterben und niemand aufgrund einer HIV-Infektion diskriminiert werden.

Ein wichtiges Ziel Deutschlands auf internationaler Ebene ist dabei die die HIV-Bekämpfung durch die Stärkung der Gesundheitssysteme vor Ort sowie der Frauenrechte voranzutreiben. Gerade junge Frauen sind weltweit in vielen Regionen der Epidemie ausgesetzt. Ihre Rechte zu stärken, gilt daher als Schlüssel zur Eindämmung von AIDS. Derzeit stellt Deutschland jährlich rund 800 Millionen Euro zur Verbesserung der globalen Gesundheit zur Verfügung. Rund 350 Mio. € gehen an Initiativen wie den Globalen Fonds für HIV, TB und Malaria (GFATM) und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI). Mit insgesamt 2,7 Millionen Euro unterstützt Deutschland bis 2018 die UNAIDS, zentral koordinierende Organisation der Vereinten Nationen (VN).

Übergreifende nationale Strategie

Beim Treffen der Vereinten Nationen verwies Gröhe auch auf die vom Bundeskabinett beschlossene „Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen (BIS 2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend).

In Deutschland verstärken wir die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz. Dadurch können Gemeinsamkeiten in der Prävention, der Diagnostik und der Therapie besser genutzt werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Dadurch werden Präventions- und Versorgungsangebote passgenau auf verschiedene Altersgruppen und Lebensbereiche ausgerichtet. Um Betroffene mit abgestimmten Maßnahmen besser erreichen zu können soll die Zusammenarbeit der Verantwortlichen im Gesundheitsbereich sowie freier Träger und Selbsthilfeorganisationen weiter ausgebaut werden. Besondere Berücksichtigung findet zudem die schwierige Lage von Menschen, die sich etwa infolge humanitärer Katastrophen auf der Flucht befinden: So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, Präventions- und Schutzmaßnahmen in lokale HIV-Programme der Aufnahme- und Transitländer zu integrieren.

Weitere Termine in New York

Bundesgesundheitsminister Gröhe trifft in New York auch Amtskollegen und Vertreter internationaler Organisationen zu bilateralen Gesprächen. Gemeinsam mit dem mexikanischen Gesundheitsminister Dr. José Ramón Narro Robles wird er eine Vereinbarung unterzeichnen, um den engen Austausch beider Länder in der Gesundheitspolitik weiter zu vertiefen.

Darüber hinaus nimmt Hermann Gröhe an einer Veranstaltung der katholischen Sant’Egidio-Gemeinschaft teil. Mit dem sogenannten "DREAM"-Programm (Disease Relief through Excellent and Advanced Means) setzt sich Sant’Egidio für eine bessere Versorgung Afrikas mit AIDS-Medikamenten ein.