Weltgesundheitstag Diabetes

07. April 2016. Der diesjährige Weltgesundheitstag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht ganz im Zeichen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Allein in Deutschland leiden 6,7 Millionen Menschen an Diabetes. Die Prävention und Bekämpfung dieser Volkskrankheit haben deshalb für das Bundesgesundheitsministerium eine hohe Priorität.

Grafik:Die Weltkugel, Europa ist blau umrandet; Beschriftung: Volkskrankheit Diabetes; 6,7 Millionen in Deutschland erkrankt, 60 Millionen in Europa und 350 weltweit
Bildquelle: BMG

Allein in Deutschland leiden 6,7 Millionen Menschen an Diabetes. Um diese Volkskrankheit wirksam zu bekämpfen, müssen wir gemeinsam gesundheitsbewusstes Verhalten stärken – dazu gehört Lust auf Bewegung und eine gesunde Ernährung. Mit dem im letzten Jahr in Kraft getretenen Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen, um lebensstilbedingte Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen. Zudem treiben wir mit dem Aufbau eines Diabetes-Überwachungssystems beim Robert Koch-Institut und gezielten Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Diabetes und seine Folge- und Begleiterkrankungen die Bekämpfung von Diabetes voran.

Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Lutz Stroppe

Insbesondere körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes zu reduzieren. Durch das Präventionsgesetz wird die Gesundheitsförderung überall dort, wo sich Menschen aufhalten, gestärkt: zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Kommunen, Betrieben oder Pflegeheimen. Auch der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Verbesserung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens in Deutschland setzt mit der Initiative "IN FORM" vorbeugend an: Ziel ist die Förderung eines gesunden Lebensstils mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung in allen Lebensbereichen. Seit Beginn dieses Jahres stellt das BMG außerdem drei Millionen Euro jährlich für entsprechende Maßnahmen bereit. Dazu zählt zum Beispiel der Aufbau eines nationalen Diabetes-Überwachungssystems (Diabetes-Surveillance), das entscheidende Erkenntnisse für die weitere Diabetesbekämpfung liefern soll.

Mit dem heutigen Weltgesundheitstag erinnert die WHO jedes Jahr an ihre Gründung am 7. April 1948 und greift aus diesem Anlass gesundheitspolitische Schlüsselthemen auf. In diesem Jahr steht die Volkskrankheit Diabetes im Mittelpunkt. Viele Organisationen informieren über die chronische Erkrankung. Die zentrale Fachveranstaltung in Deutschland fand im Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf statt und wurde vom Bundesgesundheitsministerium und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung organisiert. Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, diskutierte mit Vertreterinnen und Vertretern von Fachorganisationen den Status quo in der Diabetes-Forschung, -Versorgung und -Prävention sowie der bevölkerungsmedizinischen Überwachung („Surveillance“).

Allein in Europa leiden nach Schätzungen der WHO rund 60 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. In Deutschland sind etwa 6,7 Millionen Menschen von einem bekannten oder einem unerkannten, das heißt bisher ärztlich noch nicht diagnostizierten Diabetes mellitus betroffen. Diabetes mellitus stellt aufgrund seiner Häufigkeit und teils schwerer Folgeerkrankungen die Gesundheitssysteme der Industrie- und Schwellenländer vor große Herausforderungen.