Besserer Schutz in Pflegeheimen und Krankenhäusern

Fragen und Antworten zu Antigen-Schnelltests

Pflegeheime und Krankenhäuser können Antigen-Schnelltests großzügig nutzen, um Personal, Besucher sowie Patienten und Bewohner regelmäßig auf das Corona-Virus zu testen. Das ist Ziel der Testverordnung, die am 15. Oktober 2020 in Kraft getreten ist. Warum Antigentests eingesetzt werden sollen und weitere Fragen und Antworten, finden Sie hier:

Antigentests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen. Deswegen eignen sie sich besonders für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäuser und anderen medizinischen Einrichtungen. Ihr Einsatz soll verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem Coronavirus anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten.

Der Test basiert auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von medizinischem Personal durchgeführt werden.

Die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2“ ist am 15. Oktober in Kraft getreten.

Das BfArM führt eine Liste der Hersteller, deren Schnelltests im Rahmen der Nationalen Teststrategie des Bundes erstattet werden.

Schnelltests sollen vor allem für den Einsatz in medizinischen Einrichtungen erstattet werden. Das sind z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen, etc. 

Nein, PCR-Tests bleiben aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen PCR-Tests angezeigt sind und in welchen Antigen-Schnelltests. 

Pflegeheime und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens haben nach der Test-Verordnung den zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in der Regel dem zuständigen Gesundheitsamt, ein Test-Konzept vorzulegen und parallel die Tests zu beantragen. Auf dieser Grundlage legt die zuständige Stelle des öffentlichen Gesundheitsdienstes bzw. das Gesundheitsamt fest, wie viele Antigen-Tests eine Einrichtung beschaffen kann, bzw. wie viele von der Pflege- oder Krankenversicherung finanziert werden. Die Menge ist abhängig von der Zahl der Menschen, die in der Einrichtung behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden. In stationären Pflegeeinrichtungen können z. B. bis zu 20 Tests pro Monat pro Bewohner beschafft werden. Die Beschaffung der Tests müssen die Einrichtungen selbst übernehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt auf der Homepage weitere Informationen und verweist auf eine Liste der zugelassenen PoC-Antigen-Test. Die Tests können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden.