Tabakprävention in Gefängnissen

Projektnehmer: Fachhochschule Frankfurt/Main; Institut für Suchtforschung (ISFF)
Berichtsjahr: 2012

Aus internationalen Studien ist bekannt, dass die Prävalenz des Rauchens von Gefangenen zwei bis drei Mal so hoch liegt wie in der Allgemeinbevölkerung. Aus Deutschland lagen bisher kaum belastbare Zahlen vor. Noch ungenauer war die Datenlage hinsichtlich der Gründe des intensiven Rauchens in Haft, der empfundenen wie realen Passivrauchbelastung, der Akzeptanz und Befolgung von Nichtraucherschutzregelungen, der Bereitschaft zur Reduktion des Tabakkonsums und der verfügbaren bzw. erwünschten Hilfeangebote. Darüber hinaus war unklar, welche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz – sowohl für Gefangene als auch für Bedienstete – in den deutschen Haftanstalten konkret zur Anwendung kommen und auf welcher rechtlichen wie politischen Grundlage dies geschieht. Mit dem Projekt Tabakprävention im Gefängnis wurde eine belastbare wissenschaftliche Basis erarbeitet mit dem Ziel, effektive und für alle Beteiligten akzeptable Konzepte des Nichtraucherschutzes in Gefängnissen zu entwickeln und zu implementieren.

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