Evaluation des Leitfadens Medikamente – schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit

Projektnehmer: Universität Greifswald
Berichtsjahr: 2010

Bei der Prävention und Therapie von Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit kommt Ärztinnen und Ärzten eine besondere Bedeutung zu. Im Auftrag der Bundesärztekammer wurde 2007 von Fachexperten ein Leitfaden "Medikamente – schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit" entwickelt. Im Rahmen des Modellprojekts wurde der Leitfaden hinsichtlich seiner Akzeptanz und Relevanz im ärztlichen Arbeitsalltag evaluiert. Rund ein Drittel der befragten Hausärzte und Hausärztinnen kannte den Leitfaden bereits. Drei von vier äußerten ihr Interesse an dem Leitfaden. Die Ärzte und Ärztinnen halten den Leitfaden in der vorliegenden Form im Praxisalltag für gut verwendbar. Besonders positiv wird die laminierte Kurzform aufgenommen. Eine Veränderung des Verschreibungsverhaltens wird vor allem dann beobachtet, wenn der Leitfaden mit einer begleitenden Fortbildung eingeführt wird. Der Leitfaden stellt ein einfaches und kostengünstiges Hilfsmittel dar, um Ärzte für die Thematik zu sensibilisieren und beim Erkennen der Problematik sowie die Behandlung betroffener Patienten zu unterstützen.

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