Erhebung von Ansätzen guter Praxis zur Integration Suchtkranker ins Erwerbsleben im Rahmen des SGB II

Projektnehmer: FIA Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt GmbH
Berichtsjahr: 2009

Ziel des Projektes war eine bundesweit repräsentative Analyse der Maßnahmen von SGB II-Grundsicherungsträgern hinsichtlich der Beratung und Vermittlung von Menschen mit Suchtgefährdung oder Suchterkrankung. Dabei wurden gleichzeitig Ansätze guter Praxis ermittelt. Die Ergebnisse zeigten eine große Heterogenität in Bezug auf das konkrete Vorgehen bei der Betreuung suchtkranker Kunden im SGB II. In jeder Phase – vom Erkennen des Suchtproblems über die Betreuung und Förderung bis zur Integration in Arbeit – gab es eine sehr unterschiedliche Praxis in den Grundsicherungsstellen. Denjenigen, die mit der örtlichen Suchthilfe eine geregelte Kooperation vereinbart haben, gelingt es tendenziell besser, die in der Fachdiskussion unumstrittenen Kriterien guter Praxis zu erfüllen. Aus Sicht der befragten Grundsicherungsstellen sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren: eine enge Kooperation mit der Suchtkrankenhilfe, ein breites Angebot flankierender und kurzfristig zur Verfügung stehender sozialer Dienste sowie gut qualifizierte Fachkräfte, die über ausreichend zeitliche Ressourcen verfügen.

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