Pflegeversicherung: Einnahmeüberschuss auch im Jahr 2013

Berlin,  20. Mai 2014

Die soziale Pflegeversicherung hat das Jahr 2013 mit einem Überschuss von knapp 630 Mio. Euro abgeschlossen. Einnahmen von 25 Mrd. Euro standen Ausgaben von 24,3 Mrd. Euro gegenüber. Der Mittelbestand betrug Ende 2013 6,2 Mrd. Euro. Das entspricht 3,0 Monatsausgaben.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Die finanzielle Situation der sozialen Pflegeversicherung ist so gut wie lange nicht mehr. Wir haben zur Zeit Rücklagen in Höhe von 6,17 Milliarden Euro in den Pflegekassen. Das ist ein erfreuliches Ergebnis für pflegebedürftige Menschen und alle Beitragszahler. Mit diesen Rücklagen ist sorgsam umzugehen, denn die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Mit den anstehenden Verbesserungen in der Pflege, haben wir uns in dieser Wahlperiode einen Kraftakt vorgenommen, der allen Pflegebedürftigen zugute kommen wird."

Im Jahr 2013 hat sich die gute Lohn- und Beschäftigungsentwicklung positiv auf die Beitragseinnahmen ausgewirkt. Sie stiegen unter Berücksichtigung der Beitragssatzanhebung zum Jahresanfang um 8,5 Prozent. Die Ausgaben sind gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent gestiegen. Darin spiegeln sich die Leistungsverbesserungen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes wider. Gut 500.000 Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, insbesondere Demenzkranke, beziehen höhere Leistungen. Davon sind rd. 94.000 in der Pflegestufe „0“und erhalten somit erstmals Regelleistungen der Pflegeversicherung. Auch bleibt der Trend einer Stabilisierung der häuslichen Pflege bestehen. Entlastende Angebote - wie die häusliche Verhinderungspflege sowie die Tages- und Nachtpflege - werden verstärkt in Anspruch genommen.