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Heim

Welche unterschiedlichen Heimtypen gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Heimtypen: das Altenwohnheim, das Altenheim und das Pflegeheim.

  • In Altenwohnheimen leben die Bewohnerinnen und Bewohner relativ eigenständig in kleinen Wohnungen mit eigener Küche. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Mahlzeiten in Gesellschaft der anderen Bewohnerinnen und Bewohner einzunehmen.

  • Altenheime gewährleisten älteren Menschen, die ihren Haushalt nicht mehr eigenständig führen können, pflegerische Betreuung und hauswirtschaftliche Unterstützung. Hier leben die Bewohnerinnen und Bewohner oft in ihren eigenen kleinen Wohnungen oder Appartements.

  • In Pflegeheimen leben die Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel in Einzel- oder Doppelzimmern, in die häufig eigene Möbel mitgenommen werden können. Eine umfassende pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung ist gewährleistet.

In den meisten Einrichtungen findet man heutzutage eine Kombination der drei traditionellen Heimtypen Altenwohnheim, Altenheim und Pflegeheim.

Wie wird die medizinische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sichergestellt?

Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der für andere Versicherte, die zum Beispiel zu Hause wohnen. Die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen und die Kassen(zahn)ärztliche Bundesvereinigung haben die medizinische Versorgung auch in Pflegeheimen sicherzustellen. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen haben eine freie Arztwahl.

Die Frage der haus-, fach- und zahnärztlichen Versorgung der Bewohner ist ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für eine stationäre Pflegeeinrichtung. Daher können stationäre Pflegeinrichtungen Kooperationsverträge mit dafür geeigneten vertragsärztlichen Leistungserbringern schließen. Die Einrichtungen sind verpflichtet, den Pflegekassen mitzuteilen, wie die haus-, fach- und zahnärztliche Versorgung sowie die Arzneimittelversorgung organisiert ist. Diese Informationen beinhalten zum Beispiel die Häufigkeit der entsprechenden Visiten sowie die ärztliche Rufbereitschaft und Versorgung insbesondere nach 22 Uhr und an Wochenenden.

Dabei soll insbesondere auf den Abschluss und den Inhalt von Kooperationsverträgen mit Haus-, Fach- und Zahnärzten oder die Einbindung in Ärztenetze sowie den Abschluss von Vereinbarungen mit Apotheken hingewiesen werden. Die freie Arztwahl des Bewohners bleibt unberührt.

Die Pflegekassen haben sicherzustellen, dass diese Informationen der stationären Pflegeeinrichtung im Internet und in anderer geeigneter Form verständlich, übersichtlich, vergleichbar und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Ist es möglich, einen Arzt im Heim zu beschäftigen?

Stationäre Pflegeeinrichtungen können eine Ärztin oder einen Arzt anstellen, wenn eine ausreichende ärztliche Versorgung in der Einrichtung nicht über einen Kooperationsvertrag mit niedergelassenen Ärztinnen oder Ärzten in der Umgebung sichergestellt werden kann. In diesem Fall wird die stationäre Pflegeeinrichtung zur vertragsärztlichen Versorgung ihrer Heimbewohner ermächtigt. Von der stationären Pflegeeinrichtung angestellte Ärzte verteuern die Pflege nicht. Soll die Versorgung der Versicherten durch einen in mehreren Pflegeeinrichtungen angestellten Arzt erfolgen, ist der angestellte Arzt zur vertragsärztlichen Versorgung zu ermächtigen. In beiden Fällen erfolgt eine Abrechnung der Leistungen  im Rahmen der Gesamtvergütung mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Aufwendungen für ihre Beschäftigung dürfen nicht in die Pflegesätze einfließen.