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Körperliche beeinträchtigte Pflegebedürftige

Bislang hatten nur Menschen mit einer auf Dauer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (also insbesondere an Demenz Erkrankte) einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI. Hier gab es eine wichtige Änderung: Pflegebedürftige, die stärker körperlich eingeschränkt sind – zum Beispiel nach einem Schlaganfall – erhalten jetzt ebenfalls einen Anspruch auf entsprechende Leistungen.

Damit bekommen die Betroffenen nun auch erstmals einen Anspruch auf niedrigschwellige Hilfen, das heißt sie können sich vor Ort ein Angebot suchen, das nach Landesrecht anerkannt ist, und bekommen die Kosten bis zur Höhe von 104 Euro monatlich bzw. 1.248 Euro pro Jahr erstattet. Zudem steht ihnen ebenfalls die Möglichkeit zu, zusätzlich maximal 40 Prozent des Anspruchs auf ambulante Sachleistungen für solche niedrigschwelligen Angebote zu verwenden.