Verordnung zur Sicherung der Ausbildungen in den Gesundheits- fachberufen während einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite

Durch eine neue Verordnung  sichern wir die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen während der Corona-Pandemie und machen die Ausbildungen flexibler. Die Verordnung ermöglicht den Ländern, von den Berufsgesetzen und den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen abzuweichen.

Wesentliche Regelungen:

  • Nutzung digitaler und anderer geeigneter Unterrichtsformate,

  • Möglichkeit der Verlängerung der Ausbildung um höchstens sechs Monate,

  • Abweichung von Regelungen zur Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse,

  • Abweichung von Regelungen zum praktischen Teil der staatlichen Prüfung,

  • Abweichung von Regelungen zur Qualifikation der Praxisanleitung.

 

Die Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zur Sicherung der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen wurde am 12. Juni 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist damit rückwirkend zum 23. Mai 2020 in Kraft getreten.

Die Verordnung beruht auf § 5 Absatz 2 Satz 1 Nummer 10 des Infektionsschutzgesetzes, der mit dem Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite in das Infektionsschutzgesetz eingefügt wurde. Sie tritt ein Jahr nach Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. März 2022 außer Kraft. Der Deutsche Bundestag hat am 25. März 2020 beschlossen, die epidemische Lage von nationaler Tragweite mit Inkrafttreten des neuen § 5 des Infektionsschutzgesetzes festzustellen.