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Leistungen bei vollstationärer Pflege

In einem Pflegeheim kommt es für Pflegebedürftige nicht auf die Höhe der Leistungsbeträge an, sondern auf die Höhe des Eigenanteils, der aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Dieser Eigenanteil stieg vor dem 1. Januar 2017 mit der Einstufung in eine höhere Pflegestufe.

Seit dem 1. Januar 2017 wird der pflegebedingte Eigenanteil mit zunehmender Pflegebedürftigkeit nicht mehr ansteigen. So werden viele Pflegebedürftige entlastet. Alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 bezahlen in einem Pflegeheim den gleichen pflegebedingten Eigenanteil. Dieser variiert von Pflegeheim zu Pflegeheim. Im Bundesdurchschnitt wird er im Jahr 2017 voraussichtlich bei rund 580 Euro liegen. Hinzu kommen Kosten für Verpflegung, Unterkunft und Investitionen. Auch diese unterscheiden sich von Pflegeheim zu Pflegeheim.

Versicherte mit Pflegegrad 1 erhalten einen Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich.

Außerdem kann seit dem 1. Januar 2017 jeder versicherte Pflegebedürftige voll- und teilstationär zusätzliche Betreuungsangebote in Anspruch nehmen. Bisher war dies davon abhängig, ob die Einrichtung das mit der Pflegekasse verhandelt hat.

Zukünftig muss jede stationäre Pflegeeinrichtung mit den Pflegekassen entsprechende Vereinbarungen schließen und zusätzliche Betreuungskräfte einstellen. Finanziert wird dies wie bisher vollständig durch die soziale Pflegeversicherung.