Northern Dimension Partnership in Public Health and Social Well-being (NDPHS)

Gesundheitspartnerschaft in der Ostseeregion

Die Partnerschaft der Nördlichen Dimension (ND) für öffentliche Gesundheit und soziales Wohlergehen (NDPHS) wurde 2003 durch die so genannte "Oslo-Declaration" gegründet.

Das übergeordnete Ziel der Partnerschaft ist es, die nachhaltige Entwicklung durch die Verbesserung der menschlichen Gesundheit und des sozialen Wohlbefindens zu fördern. Die Partnerschaft zielt darauf ab, einen Beitrag zur Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in der baltischen Region zu leisten.

Sie soll die regionalen Unterschiede beim Zugang zu medizinischen Leistungen minimieren helfen und zu einer allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität der Menschen und der demographischen Situation beitragen. Die Partnerschaft will dies erreichen, indem sie die Zusammenarbeit der Ostseeanrainerstaaten verbessert, die Partner und Teilnehmer beim Kapazitätsaufbau unterstützt und die Koordinierung zwischen internationalen Aktivitäten in der Region fördert.
Hauptziele der Gesundheitspartnerschaft sind

  • die Reduzierung der Ausbreitung übertragbarer Krankheiten (z. B. HIV/AIDS, Tuberkulose) und der sog. Zivilisationskrankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Krankheiten) und
  • die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung durch eine bessere Gesundheitsversorgung und die Vermittlung eines gesunden Lebensstiles.

Die Gesundheitspartnerschaft arbeitet eng mit den anderen Akteuren des Gesundheitswesens in der Region (z. B. WHO EURO) zusammen, um Dopplungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen. Dabei baut sie auf bestehenden nationalen und internationalen Aktivitäten innerhalb dieses Schwerpunktgebiets auf und unterstützt diese.

Derzeit arbeiten zehn Regierungen (Deutschland, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Polen, die Russische Föderation und Schweden), die Europäische Kommission und acht internationale Organisationen, wie z. B. die WHO EURO, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Internationale Organisation für Migration (IOM), in der NDPHS mit.

Auch in der Ostseestrategie der Europäischen Kommission (EUSBSR) ist das Thema "Gesundheit" ein prioritärer Bereich. Koordinator hierfür ist die NDPHS, die damit auch Akzente in der europäischen Gesundheitspolitik setzen kann. Auch hier geht es um die sog. nichtübertragbaren Volkskrankheiten, Infektionskrankheiten und Antibiotikaresistenzen.

Unter deutschem Vorsitz wurden 2015 die neue NDPHS Strategie für die Zeit bis 2020 und der dazugehörige Aktionsplan verabschiedet
Außerdem wurden die Arbeitsgruppen (AG) an die veränderten Aufgaben angepasst und neue Arbeitsgruppen gebildet. Deutschland hatte sich für die Gründung einer neuen "Prison-Health-AG" eingesetzt und sich bereiterklärt, den Vorsitz dieser zu übernehmen.

Ausgehend von einer nachhaltigen Analyse der komparativen Vorteile der NDPHS gegenüber anderen gesundheitspolitischen Akteuren in der Region hat der deutsche Vorsitz einen Schwerpunkt auf die Erarbeitung und Verabschiedung der NDPHS-Strategie 2020 und des Aktionsplans gelegt. Dabei wurden die Bereiche, in denen die Partnerschaft einen gesundheitspolitischen Mehrwert bieten kann, gestärkt.

Ziel war und ist es, die Partnerschaft effektiver nutzbar werden zu lassen und damit auch die Attraktivität zu erhöhen. Dieses Ziel soll u. a. durch eine intensivere Inanspruchnahme bereits bestehender regionaler und bilateraler Kooperationen zwischen Organisationen, Institutionen und den Mitgliedstaaten erreicht werden.

Nähere Informationen zur Arbeit und Struktur der NDPHS finden Sie unter  www.ndphs.org