Kinder- und Jugenduntersuchungen

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt eine Reihe von Gesundheitsuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Eltern bekommen gleich nach der Geburt des Kindes im Krankenhaus oder bei der Kinderärztin oder beim Kinderarzt ein Untersuchungsheft für ihre Kinder, in dem genau aufgelistet wird, wann welche Untersuchung ansteht.

U-Untersuchungen (Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern)

Beginnend mit der Geburt bis zum Abschluss des sechsten Lebensjahres werden bei Kindern die Untersuchungen U1 bis U9 zur Früherkennung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen durchgeführt.

Dabei wird die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes geprüft. Der Kinderarzt oder die Kinderärztin achtet dabei unter anderem auf

  • Störungen in der Neugeborenenperiode

  • angeborene Stoffwechselstörungen (erweitertes Neugeborenen-Screening)

  • Entwicklungs- und Verhaltensstörungen

  • Erkrankungen der Sinnes-, Atmungs- und Verdauungsorgane

  • Sprach- oder Sprechstörungen

  • Zähne, Kiefer, Mund

  • Skelett und Muskulatur

J-Untersuchung (Jugendgesundheitsuntersuchung)

Die J-Untersuchung wird üblicherweise zwischen dem vollendeten 13. und 14. Lebensjahr durchgeführt. Der Arzt oder die Ärztin führt eine Anamnese durch, das heißt der oder die Jugendliche wird nach Vorerkankungen, Gewohnheiten, Gemütszustand usw. befragt. Das Augenmerk liegt dabei besonders auf

  • auffälligen seelischen Entwicklungen / Verhaltensstörungen,

  • Problemen in der Schule und

  • gesundheitsgefährdendem Verhalten (Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum).

Außerdem werden folgende klinisch-körperliche Untersuchungen vorgenommen:

  • Erhebung der Körpermaße

  • Störung des Wachstums und der körperlichen Entwicklung

  • Erkrankungen der Hals Hals-, Brust- und Bauchorgane