Landesbasisfallwerte

Landesbasisfallwerte sind eine wichtige Grundlage für die Preise von Krankenhausleistungen somatischer Krankenhäuser. Nicht umfasst sind die Pflegepersonalkosten für die unmittelbare Patientenversorgung, die seit dem Jahr 2020 aus den Fallpauschalen ausgegliedert sind. Gesondert berechnet werden zudem Zusatzentgelte, krankenhausindividuelle Entgelte, Zu- und Abschläge, Erlöse aus Wahlleistungen und ambulante Leistungen.

Die Vertragsparteien auf Landesebene (Landeskrankenhausgesellschaften, Verbände der Krankenkassen) vereinbaren jährlich die Landesbasisfallwerte mit Wirkung für die einzelnen Krankenhäuser im jeweiligen Land. Seit dem Jahr 2010 gilt für alle Krankenhäuser eines Bundeslandes ein einheitlicher Basisfallwert. Die zu Beginn der Einführung vorhandenen Unterschiede in der Höhe der Landesbasisfallwerte sind historisch bedingt und waren zunächst Resultat unterschiedlicher Krankenhausstrukturen in den Ländern bei der Umstellung des Krankenhausvergütungssystems von tagesgleichen Pflegesätzen auf das leistungsorientierte und transparente System der Fallpauschalen.

In den vergangenen Jahren wurden die Landesbasisfallwerte schrittweise angeglichen. Durch die gesetzliche Annäherung der Landesbasisfallwerte wurden die früheren Preisunterschiede erheblich vermindert. Zugleich ist hierdurch in der Mehrzahl der Länder eine nachhaltige Erhöhung der Preise für Krankenhausleistungen eingetreten.