Beratung

Auf der Internetseite www.bzga-essstoerungen.de können Sie sich über Einrichtungen informieren, die auf Essstörungen spezialisiert sind. Eine Suchmaschine erstellt Ihnen eine Liste mit Anlaufstellen in Ihrer Nähe. Wenn Sie diese einzeln aufrufen, erfahren Sie, welche Beratungs- oder Behandlungsarten angeboten werden. Hier finden Sie auch die Kontaktdaten und einen Link zur Internetseite des jeweiligen Trägers. Dort werden die Angebote ausführlich vorgestellt. Zudem können Sie sich auf der Internetseite www.bundesfachverbandessstoerungen.de über Beratungs- und Informationsangebote informieren.

Weitere Informationsquellen für Adressen von spezialisierten Einrichtungen sind:

  • Kliniken für Kinder und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Kinderkliniken,
  • Ärztinnen und Ärzte, Kinder- und Jugendärztinnen und Kinder- und Jugendärzte, Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Therapeutinnen und Therapeuten,
  • Lehrerinnen und Lehrer,
  • Kinder- und Jugend-Telefon, Mädchen- und Frauen-Telefon und Suchttelefon,
  • Telefonbücher oder Internetsuchmaschinen,
  • Stadtzeitungen und Bücher zum Thema.

Ja, wenn Sie das möchten. Weder im persönlichen Beratungsgespräch noch am Telefon oder bei der Online-Beratung müssen Sie Ihren Namen nennen. Minderjährige sollten ihre Eltern in die Beratung einbinden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden Sie darauf ansprechen. Aber auch bei Volljährigen ist es häufig sinnvoll, die Eltern einzubeziehen. Lehrkräfte, Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrer sind dazu verpflichtet, die Eltern über alle wesentlichen Angelegenheiten der Kinder zu informieren. Falls Kinder und Jugendliche sich einer Lehrerin oder einem Lehrer anvertrauen, sollten sie besprechen, wie sie die Eltern einbeziehen wollen und können.

In einigen Fällen muss man für die Beratung bezahlen. Dies hängt ab von der Beratungsstelle und der konkreten Leistung. Betroffene sollten sich vorab über die Kosten informieren. Außerdem können sie bei der Krankenkasse nach einer Kostenerstattung fragen.

Menschen mit Adipositas sollten bei der Beratungsstelle für Essstörung nachfragen, ob auch sie beraten werden können. Meist sind für diese Erkrankung andere Beratungsstellen zuständig.

Viele Beratungsstellen sind für Männer und Frauen gleichermaßen da. Es gibt aber Ausnahmen. Frauenberatungsstellen und Mädchenhäuser zum Beispiel sind speziell auf weibliche Betroffene ausgerichtet. Fragen Sie direkt beim ersten Kontakt mit der Beratungsstelle nach Angeboten für Männer.

Erste Anlaufstelle hierfür ist die zuständige Kinder- und Jugendärztin bzw. der zuständige Kinder- und Jugendarzt (www.dgkj.de und www.kinderaerzte-im-netz.de). Auch Ärztinnen und Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie bieten Hilfe an. Die Fütterstörung ist keine klassische Essstörung. Sie gehört zu den frühkindlichen Regulationsstörungen. Die Ursachen sind organisch oder seelisch. Oft treten mehrere Störungen gleichzeitig auf. So haben Kinder mit Fütterstörungen oft auch Gedeih-, Schlaf- oder Schreiprobleme. An Kliniken, Arztpraxen, Erziehungsberatungsstellen oder Gesundheitsämter angegliederte "Schreiambulanzen" bzw. Beratungsstellen für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren bieten hierbei entsprechende Angebote an. Ein deutschlandweites Adressverzeichnis für Beratungsstellen, die bei Regulationsstörungen von Kindern helfen, finden Sie im Online-Angebot der BZgA (www.kindergesundheit-info.de).

Nein, es gibt auch Beratungsstellen nur für Erwachsene. Dort erfahren Sie aber, welche Einrichtung in Ihrer Nähe auch für Kinder und Jugendliche da ist.

Einige Einrichtungen bieten Fortbildungsmaßnahmen für Fachleute an. Außerdem gibt es Projekte zur Vorbeugung für Schulen und andere Interessierte. Das Angebot reicht von kleineren Vorträgen bis hin zu mehrtägigen Seminaren. Unter www.bzga-essstoerungen.de finden sie Informationen und Angebote zur Prävention und Fortbildung.

Das Team besteht aus Medizinerinnen und Medizinern, Diplom-Pädagoginnen und Diplom-Pädagogen, Diplom-Psychologinnen und Diplom-Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Während der Sprechstunden beantworten jeweils ein bis drei Fachkräfte die Fragen. Sie werden regelmäßig fortgebildet – sowohl zur Beratungsarbeit am Telefon als auch zu den Inhalten. Darüber hinaus finden regelmäßig Teamsitzungen statt. Die Beraterinnen und Berater besprechen die Fälle und werten die Fachpresse aus. All das sorgt für eine hohe Qualität der Beratung.

Die Beraterinnen und Berater melden sich am Telefon mit ihrem Namen. Möchten Sie mit einer bestimmten Person noch einmal sprechen, können Sie gerne beim nächsten Telefonat nach ihr fragen.

Ja, das Beratungstelefon ist auch für Angehörige, Freundinnen und Freunde da. Die Berater helfen dabei, die Situation einzuschätzen. Gemeinsam mit der Anruferin oder dem Anrufer überlegen sie, was als Nächstes zu tun ist. Außerdem vermitteln sie Adressen von Beratungsstellen, Kliniken und anderen Anlaufstellen.

Im Vergleich zu den Frauen sind männliche Anrufer eher selten. In den zurückliegenden Jahren ist die Zahl der männlichen Anrufer aber gestiegen.

Ja. Es fallen aber die üblichen Telefonkosten an.

Die Beratung über das Internet ist zum Teil kostenpflichtig. Informieren Sie sich vorab beim jeweiligen Anbieter über die genauen Kosten. Dazu kommen Ihre Internet-Gebühren.